EU will Zutaten für Bombenbau schärfer kontrollieren

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Wasserstoffperoxid, wie es zum Bombenbau verwendet werden kann, soll wie auch andere Zutaten für die Herstellung von Sprengsätzen nach Plänen der EU künftig schwerer zu bekommen sein.

Brüssel - Chemikalien, die für den Bau von Bomben genutzt werden können, sollen in der Europäischen Union künftig schärfer kontrolliert werden. Was die Behörde plant, um Terrorkämpfern das Handwerk zu legen:

Die für innere Sicherheit zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström legte am Montag in Brüssel einen entsprechenden Verordnungs-Vorschlag vor. Er sieht unter anderem vor, dass vor allem der Verkauf von potenziell explosiven Chemikalien in größeren Mengen verboten oder streng kontrolliert wird.

Düngemittel, Haltbarmacher von Lebensmitteln, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Insektenmittel, Wasserstoffperoxid und Aceton gehören zu denen Produkten, aus denen Sprengsätze hergestellt werden können, sagte Malmström. Dies gelte auch für Haarshampoo, Zahnpasta oder Geschirrspülmittel.

“Wir wollen natürlich, dass die Europäer sauber bleiben. Deswegen werden sie auch künftig Shampoo kaufen dürfen“, beruhigte die Kommissarin. Die Verordnung ziele darauf ab, bei bestimmten Stoffen lediglich den Verkauf in großen Mengen oder in hoher Konzentration zu untersagen. Andere Chemikalien könnten nur dann gekauft werden, wenn ein guter Grund dafür nachgewiesen werde.

Malmström sagte, der Umgang mit chemischen Stoffen müsse EU- einheitlich geregelt werden, weil die nationalen Regelungen sehr unterschiedlich seien: In einem Land sei der Verkauf bestimmter Produkte verboten, in einem anderen sei er völlig unkontrolliert. Bei den Bombenanschlägen in London vom Juli 2005 seien frei erhältliche Chemikalien verwendet worden. Damals wurden 56 Menschen getötet.

dpa

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