Wulff würdigt Veränderungsmut der Ostdeutschen

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Bundespräsident Christian Wulff mit Ehefrau Bettina.

Bremen - Bundespräsident Christian Wulff hat die Veränderungsbereitschaft der Ostdeutschen als Vorbild für alle Bürger des Landes gewürdigt.

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Wulff sagte am Sonntag auf dem Festakt zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung in Bremen, die Menschen im Osten hätten mit ihrem Mut zur Veränderung “aus ganz Deutschland ein anderes Deutschland gemacht“. Sie hätten vorgelebt, wie Umbrüche zu meistern seien. Das sei bis heute nicht ausreichend hervorgehoben worden. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung brauche das ganze Land solchen Mut in einer sich rasant verändernden Welt.

Nach Ansicht Wulffs driften Lebenswelten in Deutschland auseinander: die von Alten und Jungen, Spitzenverdienern und denen, die vom Existenzminimum leben, Menschen mit und ohne Arbeit, Volk und Volksvertretern sowie Menschen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensbekenntnisse. Einige Unterschiede lösten bei manchen Ängste aus, die man nicht leugnen dürfe. Das Land müsse Verschiedenheit wollen und aushalten. Zu große Unterschiede gefährdeten aber den Zusammenhalt.

Vielfalt müsse geschätzt, Risse in der Gesellschaft müssen aber geschlossen werden. Das sei die Aufgabe der “Deutschen Einheit“ heute. Wulff bezeichnete in seiner mit Spannung erwarteten Rede den 3. Oktober 1990 als “epochalen Tag“. Auch 20 Jahre danach erfülle ihn dieser Tag mit großer Dankbarkeit. Er verneige sich vor allen, die für die Freiheit gekämpft hätten. Das Staatsoberhaupt nannte als Beispiel die unlängst gestorbene Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley.

dapd

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