Lokführer für Streik

Zügig verhandeln

Gleicher Lohn für gleiche Leistung - egal, ob ein Lokführer einen Cantuszug, einen Metronom oder einen DB-Regionalexpress steuert. Hört sich gerecht an, was die Gewerkschaft GDL da für die 26 000 Lokführer in Deutschland fordert. Die wirtschaftliche Wirklichkeit aber wandert immer weiter von solch plausibel erscheinenden Forderungen weg. Von Jürgen Umbach

Die von der Politik betriebene Liberalisierung des Schienenverkehrs zeigt nun ihre Kehrseite: Wer als kleines Unternehmen auf der Schiene Geld verdienen will, muss seine Personalkosten niedrig halten. Werden Lokführer-Löhne vereinheitlicht, fällt ein Wettbewerbsvorteil weg und spielt der Bahn AG so in die Hände.

Dieser Streik wird also keiner der simplen Wahrheiten. Dennoch hofft der Reisende, dass eine Hängepartie wie 2007 ausbleibt. Auch eine schnelle Einigung kann eine gute sein - vor allem für die Bahnkunden.

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