Zwei Sprengsätze explodieren in Thessaloniki

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Gewalt und Attentate in Griechenland: Jetzt explodierten zwei Sprengsätze in Thessaloniki.

Athen - In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki sind am Mittwoch zwei Sprengsätze explodiert. Bei den Attentaten wurden mehrere Personen verletzt.

Der eine detonierte vor dem Büro eines Angeordneten des griechischen Parlamentes. Dabei wurden durch Glassplitter zwei Sekretärinnen leicht verletzt, wie das Staatsradio berichtete. Eine zweite Explosion gab es vor den Büros eine Verbandes pensionierter Polizeioffiziere. Hier wurde niemand verletzt. Die Sprengsätze seien relativ klein gewesen, sagten Polizeioffiziere Reportern vor Ort.

Die Behörden vermuten, dass linksgerichtete Untergrundorganisationen hinter den beiden Anschlägen stecken. Anarchistische und autonome linke Gruppen hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge in Griechenland verübt.

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Im Juni wurde ein Polizist ermordet. Im Januar 2010 wurde ein Beamter von schwer bewaffneten Extremisten angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Im Dezember wurde durch eine Bombe ein Gerichtsgebäude in Athen schwer beschädigt.

Die Autonomen schickten zudem mehrere Briefbomben, darunter eine an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Berlin, die aber rechtzeitig entdeckt wurde. Die Gruppen “Volksaktion“, “Revolutionärer Kampf“, “Sekte der Revolutionäre“ und “Verschwörung der Feuerzellen“ bezeichneten sich in ihren Bekennerschreiben nach den früheren Anschlägen als “Stadtguerilla“. Sie wollen nach eigenen Angaben den Sturz des Systems durch Terror und Chaos erzwingen. Einige von ihnen sollen Kontakte zu anarchistischen Gruppierungen in Italien und anderen Mittelmeerstaaten haben.

dpa

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