Rodgauerin schenkt Heimtat- und Geschichtsverein ihre Cellba-Sammlung

40 Cellba-Puppen für Museum in Babenhausen

Katalogisieren den Neuzugang: Ine Reichart (links) und Anja Bernhardt. Nur für dieses
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Katalogisieren den Neuzugang: Ine Reichart (links) und Anja Bernhardt. Nur für dieses

Ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk hat der Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen und damit auch das Territorialmuseum erhalten, „gebracht“ von einer 68 Zentimeter großen Cellba-Weihnachtsmann-Puppe. Im Schlepptau waren noch weitere 40 Cellba-Puppen verschiedenen Alters.

Babenhausen - Eine betagte Dame aus dem Rodgau habe, so erzählt Ine Reichart, HGV-Puppenfachfrau, ihre Cellba-Puppen-Sammlung dem Verein geschenkt. Sie solle in gute Hände kommen, dies war der Wunsch der Sammlerin. Sie habe viele Jahrzehnte gesammelt, berichtet Reichart nach einem Treffen. Die Trennung falle ihr nicht leicht. Zu den überlassenen Puppen zählt auch eine Serie „Sonnenschein“ in verschiedenen Größe, alle gleichmäßig bekleidet. Ferner wurde auch Puppen-Literatur überlassen.

Derzeit werden die Neuerwerbungen systematisch erfasst, fotografiert und in den Cellba-Katalog einordnet. Während Reichart die Puppen klassifiziert, ist Anja Bernhardt mehr für den technischen Teil der Erfassung zuständig. Günstig ist, dass bei der Katalogisierung auch der vorgeschriebene Abstand zwischen den beiden Vereinsmitgliedern problemlos eingehalten werden kann.

Wundervolle Gestalt: 68 Zentimeter groß ist dieser Cellba-Weihnachtsmann.

Ziel des Heimat- und Geschichtsvereins ist es, eine möglichst vollständige Sammlung von Cellba-Puppen, die man durch das Markenzeichen – die Nixe auf dem Rücken – erkennt, zusammenzustellen. Rund 300 Exponate zählt bisher die Sammlung. Hilfreich sind bei der Inventarisierung auch die jeweils erschienenen Kataloge der Firma, die allerdings noch nicht vollständig vorliegen. Hier werden noch verschiedene Ausgaben gesucht.

Die Cellba

Die Cellba in Babenhausen war einst die zweitgrößte Puppenfabrik des Deutschen Reiches und auch zeitweise der wichtigste Arbeitgeber in der Stadt. Der Markennamen setzt sich aus CELLstoff und BAbenhausen zusammen.

In den Jahren 2007 und 2010 sind bereits eine ausführliche Firmengeschichte, ein illustrierter Puppenband sowie ein Nachdruck des Cellba-Märchens erschienen und über die Homepage des Vereins zu beziehen. Angestrebt wird auch ein „kleines Cellba-Museum“.

Ine Reichart steht telefonisch unter Telefon 06073 2734 für Fragen rund um die Cellba-Puppen zur Verfügung: „Ich freue mich über jeden Zugang in der Sammlung.“ (Georg Wittenberger)

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