Party der Freiwilligen Feuerwehr

Alles passt zum Sommernachtsfest

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Die Freunde des Tanzvergnügens kamen beim Sommernachtsfest der Feuerwehr voll auf ihre Kosten.

Babenhausen - Am Samstag erlebte das Sommernachtsfest der Feuerwehr eine unglaublich große Resonanz. Gefühlt die halbe Stadt schien bei den Blauröcken zu feiern. Von Michael Just 

Als der Schlager „Er gehört zu mir“ von der Band Rockxy Musik erklang, vermittelte der Refrain unterschwellig den Tenor, dass der Feuerwehrverein fest zu Babenhausen gehört. Um kurz nach 20 Uhr sah man den Feuerwehrvereinsvorsitzenden Bernd Pöschl zum Sommernachtsfest aufmerksam durch die Reihen der unzähligen Biertischgarnituren laufen. „Ich muss mal schauen, ob so weit alles passt“, sagte er mit Blick auf einen möglichst perfekten Ablauf.

Den gewährleistete der Vorstand und weitere 140 Helfer, die in drei Schichten agierten. Von der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr über die Alters- und Ehrenabteilung bis hin zu zahlreichen passiven Mitgliedern, war ein riesiger, engagierter Kreis bemüht, die Veranstaltung zum Erfolg werden zu lassen.

Die andere wichtige Komponente, das Wetter, passte ebenfalls. Die nicht zu heißen Temperaturen ließen die Gäste schon früh strömen. Die dreiköpfige Band Rocksy Music, die zum ersten Mal bei der Feuerwehr aufspielte, legte sich mit Tanz- und Partymusik ins Zeug. „Wo gibt es denn, außer bei Altstadtfest und Seebeben, noch Live-Musik in Babenhausen zu hören?“, fragte Vorsitzender Pöschl nicht zu Unrecht. Für Gemütlichkeit wurden bunte Lichterketten über den Feuerwehrplatz gezogen, dazu erhielt der Schlauchturm eine dezente, weithin sichtbare Akzentbeleuchtung.

Längst zieht das Sommernachtsfest sämtliche Generationen an. Die 24-jährige Julia war gleich mit drei Freundinnen gekommen. „Man trifft viele Bekannte. Dazu mag ich den dörflichen Charakter, der von hier ausströmt“, sagte sie. Dass ihre Eltern auch da waren, stört die junge Frau nicht. Schließlich sei die Sache hier ein Familienfest. „Ab einem gewissen Alter ist es ohnehin nicht mehr peinlich, dass die Eltern auch da sind“, warf eine Freundin ein.

Die Bar mit DJ Jochen Rheinheimer legte noch vor 21 Uhr los. In der ausgeräumten Fahrzeughalle herrschte Disco-Atmosphäre. Eine große Traverse mit bunten Leuchten gehörte ebenso zum Equipment wie eine Rauch-Maschine und ein kleiner Schaum-Spender an der Decke, der es manchmal schneien ließ. Die Bar schmissen die jungen Mitglieder der Einsatzabteilung. „Wir haben diverse Cocktails mit und ohne Alkohol“, erläuterte Matthias Malingriaux. Auch unbekannte Mixgetränke waren im Angebot, darunter der „Gin Dudel“. Der Mix aus Gin, Limetten und Almdudler zierte neben Cuba Libre, Mojito und Caipirinha die Getränkekarte. Der Erdbeer-Caipirinha erfreute vor allem die weiblichen Besucher.

Das Sommernachtsfest begann bereits um 16 Uhr, womit man Familien und Kindern erfreute. Für sie war eine Ecke mit offenen Feuerwehrautos, eine Spritzenübung oder eine Button-Maschine aufgebaut. Dem Angebot für die Kleinsten kam eine besondere Bedeutung zu: „Im Rahmen des Altstadtfestes steht 2018 die Gründung der Löschfüchse an“, kündigte Bernd Pöschl an. Damit erhalten die Babenhäuser Blauröcke bald eine Kinderwehr mit Akteuren von sechs bis neun Jahren. Der erste Termin ist für den 10. September geplant.

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz 

Tanzfreunde wurden beim Sommernachtsfest ebenfalls nicht vergessen: Vor dem Wagen mit der Band hatte man eine kleine, umzäunte Fläche ausgespart. Der mit dem Tanzen verbundene Flüssigkeitsverlust ließ sich an zwei Pavillons mit einem Extra-Ausschank für Weizenbier sowie Wein und Sekt ausgleichen.

Trotz des Besucheransturms war zum Glück zu keinem Zeitpunkt zu befürchten, dass der Gerstensaft ausgeht. „Durch die Erfahrungen wissen wir gut zu kalkulieren. Und wenn alle Stricke reißen, dann greifen wir auf den Notdienst der Brauerei zurück“, so ein zu jedem Zeitpunkt entspannter Feuerwehrvereinsvorsitzender.

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