Mitglieder wählen einen neuen Vorstand

Aus dem Trio wird ein Duo

Der frisch gewählte Vorstand des Turnvereins: (hinten von links) Sabine Bludau, Thomas Zengel, Peter Büttner, Amélie Kley, Ute Teuchner, (vorne von links) Brigitte Schäfer, Edith Geißler, Thea Scharwinski und Ralf Becker. 
Foto: Grimm
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Der frisch gewählte Vorstand des Turnvereins: (hinten von links) Sabine Bludau, Thomas Zengel, Peter Büttner, Amélie Kley, Ute Teuchner, (vorne von links) Brigitte Schäfer, Edith Geißler, Thea Scharwinski und Ralf Becker.

Der Themenkatalog war breit gefächert bei der Jahreshauptversammlung des Babenhäuser Turnvereins, der mit seinen 1 938 Mitgliedern – Tendenz steigend – auch der größte Verein der Stadt ist. Neben den Vorstandsneuwahlen stachen zwei Tagesordnungspunkte hervor.

Babenhausen – Zum einen die einschneidenden Veränderungen im Vereinsleben durch die Corona-Pandemie, und zum anderen die Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden Bert Bernhardt, der sich 35 Jahre im Vorstand engagiert hat, davon die vergangenen 25 Jahre als Vorsitzender (siehe Interview auf dieser Seite). Bei den anstehenden Neuwahlen trat Bernhardt nicht mehr an. Sein Platz im Dreigestirn der gleichberechtigten Vorsitzenden bleibt vorerst unbesetzt. Die Co-Vorsitzenden Ute Teuchner und Amélie Kley wurden bestätigt.

Und was man oft mit Blick auf die lange Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt, passt in Abwandlung auch bei Bernhardt: Jüngere Menschen können sich gar nicht erinnern, dass es jemals einen TVB-Vorstand ohne Bernhardt gab. Für sein überdurchschnittliches, ehrenamtliches Engagement dankten ihm Kley und Teuchner. Bürgermeister Joachim Knoke überreichte Bernhardt im Namen des Turngaus Odenwald die Goldene Ehrennadel und lobte seine vielen Talente. Knoke nannte großes Organisationstalent und Durchhaltevermögen, mit dem der rührige Vorsitzende zahlreiche Projekte vorangetrieben habe. Mit seiner „offenen Herangehensweise an neue Dinge“ sei er in vielen Bereichen Vorreiter gewesen, habe beispielsweise die erste Inliner-Tour in Babenhausen oder auch das erste Erlochfest mitorganisiert.

Bei den Wahlen wurde seine Position – er war im Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig – nicht neu besetzt, ebenso konnte kein neuer Finanzwart gefunden werden, weshalb der bisherige Finanzwart Ralf Becker vorübergehend im Amt bleibt. Thea Scharwinski ist dort weiterhin für den Barverkehr zuständig, im Ressort Sportstätten bleibt Peter Büttner verantwortlich. Er erhielt besonderes Lob für die Corona-Hygienekonzepte, die er für den Verein erarbeitet und immer wieder aktualisiert hat.

Auch bei der Mitgliederversammlung lief alles auf einem hohen Sicherheitsniveau ab. Also Hände desinfizieren und Adresse abgeben am Eingang, der bewusst an anderer Stelle war als der Ausgang. Die Stühle in der Turnhalle waren in ausreichendem Abstand aufgestellt und beim Herumgehen trugen alle Teilnehmer Masken.

Bei den Wahlen wurden Thomas Hüther für den Bereich Personal und Thomas Zengel für den Bereich Digitalisierung als sogenannte kooptierte Mitglieder in den Vorstand aufgenommen. Brigitte Schäfer, Sabine Bludau und Edith Geißler komplettieren den Gesamtvorstand.

Der Corona-Lockdown hat auch dem TVB zugesetzt, der nicht nur seine Sportangebote von jetzt auf gleich stoppen musste, sondern auch alle für Frühjahr und Sommer geplanten Veranstaltungen, wie etwa das Familien Sport- und Spielfest. Auch der Altstadtfestlauf ist abgesagt. „Uns fehlen natürlich die Einnahmen aus diesen Veranstaltungen und was aus dem Altstadtfest im September wird, weiß auch noch keiner“, sagte Ute Teuchner, die berichtete, dass immerhin rund 60 Prozent der Sportangebote inzwischen wieder stattfinden. Aber eben unter wegen der Pandemie-Bedingungen.

So fällt ein Teil der Räume, wie der Sportraum 2 in der Turnhalle, der jetzt eine Wechselzone ist, und die Aula des Bachgau-Gymnasiums, weg. Auch die anderen Räume können wegen der Abstandsregeln, das bedeutet kleinere Gruppen, wegen des ständigen Desinfizierens und der Lüftpausen, nicht wie gewohnt genutzt werden. Deshalb mussten Trainingszeiten gekürzt oder verlegt werden. Risikogruppen, wie die Herz- und Lungensportgruppe, dürfen erst nach den Sommerferien wieder loslegen. VON PETRA GRIMM

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