Familiäres Theater

Bachgauschule: Infotag wirbt mit dem Kultur-Angebot

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Lieben das Theaterspiel: Serefina Bach und Valentin Moser präsentierten Ergebnisse des Darstellenden Spiels.

Zehnte Klasse fast gemanagt, was nun? Zum Schulhalbjahr beginnt für junge Leute, die das Abitur anstreben eine Orientierungsphase.

Babenhausen – Die Bachgauschule (BGS), das Babenhäuser Oberstufengymnasium, öffnete am Samstag seine Türen, um Hilfestellung zu leisten. Klassenzimmer öffneten sich, Lehrer beantworteten Fragen, Schüler demonstrierten Projekte und besondere Unterrichtsergebnisse.

Die Schule ist beliebt. „Momentan haben wir rund 400 Schüler“, sagt Gabriele Gottschalk, die Biologie und Erdkunde unterrichtet. Und galt zum Schuljahr 2016/17 mit 142 „Neuen“ schon ein Rekord, musste man im aktuellen Schuljahr gar eine sechste Klasse in der E-Phase eröffnen. Dennoch können seit Jahren nicht alle Anfragen bedient werden. „Unsere Stärke ist der familiäre Charakter der Schule“, so Dr. Gottschalk, gleichwohl will man beim Angebot der Leistungskurse das gesamte Spektrum bedienen. Hier bestimmt die Nachfrage das Angebot.

Zum neuen Schuljahr sollen in die Einführungsphase rund 140 Schüler aufgenommen werden – die Nachfrage am Samstag war groß, wenngleich viele Schüler von außerhalb einpendelten. Ein Phänomen, dass sich Biolehrer Andreas Keil so erklärt: „Die hiesigen Schüler haben die Möglichkeit ein, zwei Tage bei uns zu hospitieren.“ Eine Chance, die manch einer bereits nutzte, um die Schule und ihre Unterrichtskultur kennenzulernen. Und: Absolventen der Joachim-Schumann-Schule Babenhausen und der Eichwaldschule in Schaafheim haben mit entsprechendem Zeugnis hier bereits einen Platz sicher. „Wir sind zufrieden mit unserer Ausstattung“, sagte Gottschalk, und wo der Schulträger nicht zahlt, finanziert der rührige Förderverein „Forum“ mit. Familiär sei auch das Miteinander im Team, knapp 40 Lehrer zählt das Kollegium mit Schulleiterin Monika Zentgraf an der Spitze.

Das Einzugsgebiet der BGS reicht über die Grenzen des Landkreises, gerade der Trend bayrischer Jugendlicher nach Hessen groß. „Der Umgang zwischen Schülern und Lehrern ist ein anderer“, so ein junger Anwärter positiv überrascht. „Die Lehrer tun nicht so als wären sie intelligenter, und begegnen uns auf Augenhöhe.“ Auch Jana Ballus würde die knapp einstündige Anreise mit Bus und Bahn aus Elsenfeld nach Babenhausen auf sich nehmen. „Ich finde es gut, dass in Hessen mehr Wert auf die mündliche Mitarbeit gelegt wird“, erklärte die Schülerin. „Uns gefällt die familiäre Atmosphäre“, ergänzte Mitschüler Melikcan Sahin.

Doch die BGS hat weitere starke Attribute. „Wir haben ein Kulturprofil“, sagte Gottschalk. Theaterbesuche, Studienfahrten, AGs und Profilkurse, der Austausch mit einer Schule in Ungarn, Präsentationstage, die Kulturtage zum Jahresende, Theaterspiel und mehr werden geboten.

Ein Erfolgsmodell ist das Darstellende Spiel, das in der E-Phase belegt werden kann, Alternativen sind Kunst oder Musik. „Angefangen haben wir mit 20, dann 50 Schülern, jetzt ist es eine Riesengruppe von fast 80 aus zwei Jahrgängen“, so DS-Lehrer Michael Gremler.

In der Aula gab es Kostproben zweier Jungdarsteller. Während Serafina Bach gerne in andere Rollen schlüpft, sieht Valentin Moser das Theaterspiel auch pragmatisch: „Es macht Megaspaß und man hat viel Bewegung.“

Informationen zur Schule gibt es auf der Website bachgauschule.de.

zah

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