Auf Rollbrett die Motorik geschult

Beim Babenhäuser Turnverein machen Kinder in den Ferien ihren ersten „Führerschein“

Auf ganz unterschiedliche Weise können sich die Kinder auf dem Rollbrett platzieren und fortbewegen (lassen).
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Auf ganz unterschiedliche Weise können sich die Kinder auf dem Rollbrett platzieren und fortbewegen (lassen). Das schult die Motorik und stärkt die Koordination.

Wenn Gabriele Kraus und Thea Scharwinski etwas erklären, dann sorgt der „Schweigefuchs“ für die Aufmerksamkeit der Kinder. Ruhig und besinnlich musste es in jenem Ferienangebot, das die zwei Frauen beim TV Babenhausen mit zwei Gruppen am Dienstag beziehungsweise Sonntag abgeschlossen haben, meist freilich nicht zugehen: Auf dem Weg zum „Rollbrett-Führerschein“ durfte nach Herzenslust getobt werden. Am Ende bekamen die Kids gar ihr eigenes, fast „amtlich“ wirkendes Dokument.

Babenhausen - In den beiden Gruppen herrschte in den ersten vier Ferienwochen je eine Stunde wöchentlich Action in der TVB-Halle in der Ziegelhüttenstraße. Eingeteilt hatten Kraus und Scharwinski die Kinder nach Alter: Die Vier- bis Siebenjährigen nahmen an der Stunde ohne Eltern teil, bei acht Teilnehmern wurden die coronabedingt selbst auferlegte Zehn-Kinder-Grenze fast erreicht. In der anderen Gruppe powerten sich Zwei- bis Vierjährige aus, die mit einem Elternteil in Schwung kamen.

Eben das gelingt auf dem Rollbrett spielerisch und leicht, ohne dass Variationsmöglichkeiten, Reize und Herausforderungen gleich erschöpft wären. Rollbrettfahren macht nicht nur Spaß, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf das Körpergefühl. „Es schult die Psychomotorik“, erläuterte Gabriele Kraus, die im Babenhäuser Turnverein als Übungsleiterin im Präventionssport fungiert. „Zudem wird die Koordination gestärkt.“

In den vier Übungseinheiten verbesserten die Kinder auf den in der Regel ab 40, 50 Euro zu habenden Sport-Rollbrettern auch ihren Gleichgewichtssinn. Durch das Auflegen auf dem Brett erhalten die Kinder auch Impulse für ihre Körperwahrnehmung und -symmetrie. Neben dem Driften und Rotieren durch die Halle waren auch Übungen zur Förderung der Geschicklichkeit dabei. Teils sausten die jungen Teilnehmer – Jungs wie Mädchen – mit Begeisterung durch einen Parcours.

Eine kleine Prüfung bildete bei den älteren Kindern den Abschluss und die Belohnung folgte unmittelbar: Der Turnverein überreichte ihnen einen „Führerschein“, der nachwies, dass sie das Rollbrett nun zu beherrschen wissen. Und fast nebenbei den einen und anderen motorischen Schritt nach vorn gemacht haben.  jd

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