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Babenhausen bekommt Glasfaser

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Von: Norman Körtge

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Gestern war Glasfaser-Stichtag: Nach dreieinhalb Monaten Werbekampagne meldet Teranet, dass genügend Verträge abgeschlossen wurden.
Am Donnerstag war Glasfaser-Stichtag: Nach dreieinhalb Monaten Werbekampagne meldet Teranet, dass in Babenhausen genügend Verträge abgeschlossen wurden. © Körtge

Nach einer erfolgreichen Vermarktungsphase gibt die GVG Glasfaser mit ihrer Marke Teranet grünes Licht für den Ausbau des reinen Glasfasernetzes in Babenhausen.

Babenhausen - In Eppertshausen, Münster und Schaafheim ist er entweder schon längst abgeschlossen oder im vollem Gange – der Aufbau eines Glasfasernetzes für schnelles Internet. Und Babenhausen? Seit Donnerstag (15.12.) steht fest: Auch in der Kernstadt und den Stadtteilen können Daten bald mit viel schnellerer Geschwindigkeit empfangen und versendet werden, als es über Kupferdrähte möglich ist. Das Kieler Unternehmen GVG Glasfaser wird mit seiner Marke Teranet die Leitungen in allen Straßen verlegen.

Bis 15. Dezember lief die von Teranet Anfang September selbst gesetzte Frist, in der die Norddeutschen mindestens 40 Prozent der etwa 8 500 möglichen Kunden in Babenhausen – sowohl Privathaushalte als auch Gewerbe – für einen Vertragsabschluss gewinnen wollten. Nur dann wollte Teranet den Ausbau in Eigenregie stemmen. Das Ziel scheint erreicht zu sein. „Wir freuen uns, dass wir die Bürgerinnen und Bürger in Babenhausen mit unserem Glasfaserangebot und den attraktiven Tarifen überzeugen konnten“, freut sich GVG-Gebietsleiter Martin Pfeifer. Auch Bürgermeister Dominik Stadler äußert sich in der Mitteilung zufrieden: „Mit dieser Entscheidung wird unsere Stadt bei digitalen Themen nicht abgehängt, und dies steigert langfristig die Attraktivität als Wohn-, Arbeits- und Tourismusstandort.“

Bereits in den zurückliegenden Wochen habe es zwischen dem Unternehmen und dem städtischen Tiefbauamt einige Gespräche gegeben, die nun intensiviert werden, so der Rathaus-Chef. In der Feinplanung werden nun die Standorte für die beiden lokalen Technikzentralen – die sogenannten Points of Presence (PoPs) – und der genaue Trassenverlauf festgelegt. Zudem stehen noch Hausbegehungen an, um gemeinsam mit den Eigentümern der jeweiligen Wohn- und Geschäftsgebäude die Zugänge für die Anschlüsse festzulegen, teilt das Unternehmen mit. „Die ersten Bagger werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 rollen.“

Dass das Unternehmen aus Norddeutschland das Rennen um den Glasfasernetzaubau in Babenhausen machen würde, war zu Beginn des Vorhabens nicht absehbar. Denn das Unternehmen Deutsche Glasfaser – in Kooperation mit der Entega – hat sich 2018 zur Aufgabe gemacht, in allen Landkreiskommunen den Breitbandausbau voranzutreiben. 2019 lehnte die Stadt dies allerdings ab und nahm Ende 2020 auf Initiative der CDU-Fraktion wieder Gespräche auf. Mitten in den Verhandlungsprozess brachte sich GVG ins Spiel und überzeugte letztendlich die Stadtverwaltung und die Stadtverordneten.

Wer sich noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden hat, dem bietet Terant noch bis bis zum 30. Dezember die Möglichkeit, Verträge für einen kostenfreien Hausanschlusses in Verbindung mit einem Teranet-Tarif abzuschließen. Danach fallen in der Planungs- und Bauphase zusätzliche Kosten in Höhe von 350 Euro an – bis zu einer Hausanschlusslänge von 15 Metern. Sobald die Bauarbeiten in der jeweiligen Straße abgeschlossen sind, könne zwar auch nachträglich ein Hausanschluss realisiert werden, die anfallenden Kosten lägen dann allerdings deutlich höher. (Norman Körtge)

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