Kita-Vergrößerung

Mehr Kinder in den Wald: Babenhausen soll mehr Kita-Plätze bekommen

„Die bunten Vielfalter“, so der Name der der Waldkita Harpertshausen, könnten um eine Gruppe wachsen. 
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„Die bunten Vielfalter“, so der Name der der Waldkita Harpertshausen, könnten um eine Gruppe wachsen. 

Fehlende Kita-Plätze beschäftigen Verwaltung und Lokalpolitik seit Monaten. Diese Woche wird über das Schaffen von 69 weiteren Betreuungsplätzen beraten.

Babenhausen – In den Ausschüssen geht es auch um die „Alte Ziegelei“, die Erweiterung der Kiesgruppe Weiss und den Haushalt 2020. Während Narren Kräfte sparen, um beim Fastnachtsendspurt mit der „Nacht der strammen Waden“, der Gassefastnacht und dem Umzug mithalten zu können, steht den Stadtverordneten eine anstrengende Sitzungswoche ins Haus.

Bauausschuss

Nachdem die Lokalpolitiker in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung den für die Erweiterung des Netto-Marktes (Frankfurter Straße) notwendigen Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplan-Änderung gefasst haben, geht es heute Abend bereits um die Offenlage. Geändert werden soll auch der Flächennutzungsplan an der Bouxwiller Straße, wo die Gärtnerei Grünewald ihr neues Domizil errichten möchte. Nach kontroverser Diskussion im Vorfeld steht ebenso der mögliche Satzungsbeschluss für die Außenbereichssatzung „Alte Ziegelei“ auf der Agenda.

Sozialausschuss

Die beiden erst im vergangenen November an den Start gegangenen Kinderbetreuungseinrichtungen Kita Kaisergärten und Waldkita Harpertshausen sollen vergrößert werden, um schnellstmöglich 69 weitere Plätze zu schaffen. Das geht aus der Magistratsvorlage hervor, die morgen Abend beraten wird. Demnach habe das Auswerten der Einwohnermeldedaten (Stand 31. Dezember 2019) ergeben, dass zum 1. Juni 2020 47 Krippen- (bei einem berechneten Platzbedarf von 50 Prozent) und 69 Kita-Plätze (100 Prozent Bedarf) fehlen. Macht insgesamt 116 fehlende Betreuungsplätze.

Kurzfristige Erweiterungsmöglichkeiten bietet zum einen die Sense-Ability-Academy, die bereits die Waldkita betreibt. Sie könnte eine weitere Gruppe für 20 Drei- bis Sechsjährige schaffen. Wobei die neue Gruppe nicht zwangsläufig in Harpertshausen entstehen müsste. So oder so müsste allerdings ein zweiter Bauwagen (Kosten zirka 6 000 Euro) angeschafft werden. Zum anderen kann sich die Kita Kaisergärten gGmbH vorstellen, eine weitere Ü3-Gruppe mit 25 Kindern sowie zwei U3-Gruppen mit jeweils zwölf Ein- und Zweijährigen einzurichten. Dafür müsste allerdings das Erdgeschoss im Westflügel des Boardinghouses umgebaut werden. Bislang nutzt die gGmbH den Südflügel. Dort könnten relativ schnell zwei Räume für die Kinderbetreuung genutzt werden. Allerdings müssten dafür noch Fenster eingebaut werden.

Für beide Ausbau-Vorhaben müsste die Stadt im laufenden Jahr noch etwa 235 000 Euro zur Verfügung stellen.

Finanzausschuss

Wie geht es mit dem im Dezember abgelehnten Haushaltsentwurf für das laufende Jahr weiter? Damit befasst sich die Lokalpolitik am Donnerstagabend, 20. Februar. Dazu gehört das von Bürgermeister Joachim Knoke eingebrachte Haushaltssicherungskonzept, das für 2021 eine Grundsteuer-B-Erhöhung von derzeit 495 auf 595 Punkte vorsieht. Außerdem wird es erneut um die Ausbaupläne der Kiesgrube Weiss gehen. Wie berichtet, sieht die Planung vor, dass dafür 17 Hektar Wald gerodet werden müssen. Nach der ersten politischen Diskussionsrunde im September zeichnete sich dagegen erheblicher Widerstand ab.

VON NORMAN KÖRTGE

Der neueBoden für die evangelischen Kita in Babenhausen sorgt für Streit. Die Erzieherinnen kritisieren die Farbwahl. Nun schaltet sich sogar die Politik ein.

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