Preisgekrönter Brotaufstrich

Ehepaar Hellert aus Babenhausen bietet regionalen Honig an

Wie geht es dem Nachwuchs? Peter Hellert begutachtet seine Bienenvölker. Foto: zwk
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Wie geht es dem Nachwuchs? Peter Hellert begutachtet seine Bienenvölker.

Die beiden Standorte – am Waldrand nördlich von Babenhausen in Richtung Dudenhofen und nahe der Gersprenz in Richtung Harreshausen – sind für die Bienenvölker von Gudrun und Peter Hellert im wahrsten Sinne des Wortes lebenswert.

Babenhausen - Die offene Landschaft rund um Babenhausen stellt für die Imkerei zum einen Pluspunkt dar. Ein vielfältiges Angebot an verschiedenen Pflanzen, Abwechslung der Fruchtfolgen und blühender Gewächse bilden für die Bienen ein kleines Paradies. Und zum anderen kommen die Bienenvölker auch gesund durch das Jahr.

Familie Hellert aus der Elsässer Straße freut sich darüber, dass sie ein regionales Produkt anbieten können, das es so nicht im Supermarkt zu kaufen gibt. Ihre insgesamt 13 Bienenvölker produzieren ganz unterschiedlichen Honig – flüssigen und hellbraunen aus der Vielzahl der Blütenvegetation sowie zähflüssigen, kräftig aromatischen und dunkelbraunen aus den artenreichen Mischwäldern. Je nach Geschmack bieten die Hellerts verschiedene Sorten zum Verkauf an.

Die Rapsblüte bildet im Frühjahr die erste Nahrung für die Bienen. Es folgen Obstbäume, wie Kirschen- und Apfelbaum, aber auch Schlehen und alle Beerensträucher werden von den Insekten gerne angeflogen.

Im Sommer sind es die Blüten der Linden, Ahorn und Weißdorn. Auch die Blüten vieler Kräuter, zum Beispiel Thymian, Salbei und Schnittlauch oder Blumen, so etwa Malve, Tagetes, Kornblume, Sonnenblume und Herbstanemone, dienen als Nahrung. Aber auch die erhältlichen Wildblumenmischungen.

Vor rund zehn Jahren haben Gudrun und Peter Hellert die Imkerei zu ihrem Hobby gemacht. Das war die Zeit, wo deutschlandweit ein Tiefstand bei den Bienenzüchtern erreicht war. Beim Imkerverein Maingau haben sie das Handwerk gelernt und pflegen über diese Gemeinschaft auch den Kontakt zu gleichgesinnten Menschen. Nicht nur der Gedankenaustausch ist hier wichtig, sondern auch die gegenseitige Unterstützung und Hilfe beim Beschaffen neuer Königinnen sind willkommen. So erklärt Peter Hellert, dass die Bienen durch züchterische Maßnahmen auch modernen Anforderungen gewachsen sind. Es sei in den letzten Jahren gelungen, dass die Tiere widerstandsfähiger und gegen die große Bienenkrankheit, ausgelöst durch die Varroamilbe, resistenter wurden. Auch die Friedfertigkeit der Hausbienen ist gestiegen, sodass die Imker auch häufig ohne Schutzkleidung agieren können.

Rund 400 Kilogramm Honig erzeugen die Bienen der Familie Hellert im Jahr. Die Ware kann in der Elsässer Straße 22 erworben werden. Es handelt sich um „Echten Deutschen Honig“, der als Markenzeichen nach den Vorgaben des Deutschen Imkerbundes hergestellt wird. Die Produkte „Blütenhonig“ und „Sommertracht“ aus dem Hause Hellert haben 2018 bereits den ersten Preis des Landesverbandes Hessischer Imker bekommen. zwk

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