Bewerbungsfrist läuft

Wer mag oder bleibt auf dem Chefsessel? In drei Kommunen finden am 1. November Bürgermeisterwahlen statt

Leipziger füllen ihre Stimmzettel für die OBM-Wahl am 27.01.2013 in Wählerkabinen in einer Schule in Leipzig (Sachsen) aus.
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Bald stehen in Babenhausen, Eppertshausen und Schaafheim Bürgermeisterwahlen an. (Symbolbild)

Der 1. November wird zu einem Super-Wahlsonntag im Osten des Landkreises Darmstadt-Dieburg. In den drei Kommunen Babenhausen, Eppertshausen und Schaafheim stehen Bürgermeisterwahlen an.

Babenhausen/Eppertshausen/Schaafheim - Die Corona-Pandemie hat es möglich gemacht. Denn im März hatte die Landesregierung beschlossen, alle Wahlen zwischen dem 26. April und Ende Oktober zu verschieben. Frühestmöglicher Termin ist damit der erste Sonntag im November.

Ausnahme bildete lediglich die Bürgermeisterwahl in Münster am 26. April, da dort bereits Wahlscheine und Briefwahlunterlagen verschickt worden waren. Dabei setzte sich der parteilose, CDU-unterstützte Herausforderer Joachim Schledt mit 56,5 Prozent gegen Amtsinhaber Gerald Frank (SPD) durch.

Babenhausen

Die amtliche Bekanntmachung ist raus. Wahlvorschläge müssen bis Montag, 24. August, 18 Uhr schriftlich beim Gemeindewahlleiter im Rathaus eingegangen sein. Zu Erinnerung: Eigentlich hätte am 27. September gewählt werden sollen.

Derzeit läuft es auf einen Zweikampf hinaus. Amtsinhaber Joachim Knoke (SPD) ist bereits von seiner Partei nominiert worden. Er hatte im Januar 2015 seine erste Amtszeit begonnen und die Nachfolge von Parteikollegin Gabi Coutandin angetreten. Herausfordern wird ihn auf jeden Fall der unabhängige, von der CDU unterstützte Dominik Stadler. In dieser Woche hat der Polizeikommissar seinen Wahlvorschlag mit 86 Unterschriften abgegeben. Benötigt hätte er 74 Unterschriften. Die Zahl richtet sich nach der Größe der Stadtverordnetenversammlung. Mindestens zweimal so viele Wahlberechtigte wie es Stadtverordnete gibt müssen unterschrieben haben. Babenhausen hat 37 Abgeordnete im Stadtparlament sitzen.

Während sich Stadler bereits seit Längerem mit seiner Tour „Radler mit Stadler“ – der nächste Termin ist am morgigen Sonntag von 15 bis 16.30 Uhr im „Gleis 20“, Fahrstraße 20 – bekannt macht, wird Knoke nach eigener Aussage noch im Juli erste Termine setzen. Grüne und FDP haben angekündigt, keine eigenen Kandidaten ins Rennen schicken zu wollen beziehungsweise zu können. Bei der Bürgermeistwahl 2014 hatte es vier Kandidaten gegeben. Neben Knoke waren es der CDU-Politiker Rüdiger Manowski, der parteilosen Bernd Buchinger und Heinz Schumacher von der Wählergemeinschaft „Bürger für Babenhausen“.

Eppertshausen

Seit drei Amtszeiten regiert Christdemokrat Carsten Helfmann das Rathaus und könnte zum vierten Mal antreten. Während seiner dritten Amtszeit hatte er eine weitere Kandidatur einmal ausgeschlossen, diese prinzipielle Aussage später aber revidiert. Zwischenzeitlich war Helfmann auch im viermal so großen Rödermark angetreten, hatte dort den Sieg bei der Bürgermeister-Direktwahl aber knapp verpasst.

Derzeit verrät der 46-Jährige noch nicht, ob er sich wieder zur Wahl stellt oder die CDU einen anderen Kandidaten nominiert. Die Entscheidung fällt am 26. Juli: Dann führt der CDU-Ortsverband Eppertshausen seinen Nominierungs-Parteitag durch. Die oppositionelle SPD hat bislang keinen Kandidaten benannt, gleichwohl die Sozialdemokraten nach Informationen unserer Zeitung durchaus mit dem Gedanken gespielt haben, eine in Eppertshausen recht prominente Person ins Rennen zu schicken. Daraus ist bisher aber nichts Konkretes geworden. Auch parteilose Kandidaten gibt es bislang nicht. Die Meldefrist für Bewerber endet am 24. August um 18 Uhr.

Schaafheim

Nach vier Amtszeiten tritt Reinhold Hehmann (CDU) nicht mehr an. Die Christdemokraten schicken mit Daniel Rauschenberger den Vorsitzenden der Gemeindevertretung ins Rennen. Die SPD hat Gemeindevertreterin Stephanie Roth nominiert. Vor Kurzem hat außerdem mit Jens Löffler ein dritter, unabhängiger Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen. Der langjährige CDU-Politiker trat vor einigen Jahren aus der Partei aus. Von Jens Dörr Und Norman Körtge

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