Digitaler Ruck für alle

Glasfaser-Nachfragebündelung frühestens Ende des Jahres

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Mit den Glasfaserkabeln ist eine Internetgeschwindigkeit von bis zu 1 000 Mbit/s möglich.

Dank Glasfaseranschluss und im Klassiktarif mit 400 Mbit/s durchs Internet surfen – in Mainflingen, Zellhausen und Froschhausen wird das bald schon möglich sein.

Babenhausen/Schaafheim/ Eppertshausen – In den drei Orten im Landkreis Offenbach sind die Bauarbeiten für das schnelle Internet im Auftrag der Deutschen Glasfaser bereits im vollen Gange, teilweise sogar schon abgeschlossen.

In Kooperation mit dem Energieversorger Entega hat sich das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Borken, wie berichtet, nun den gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg vorgenommen. In allen 23 Kommunen soll der schnelle Ausbau mit reinen FTTH-Glasfasernetzen („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus) vorangetrieben werden. Der offizielle Startschuss dazu wird in Eppertshausen fallen. Für Dienstagabend, 9. April, ist im Bürgerhaus eine Informationsveranstaltung geplant. Dann haben es zunächst die Eppertshäuser selbst in der Hand: mindestens 40 Prozent der anschließbaren Haushalte müssen sich bis zum 17. Juni für einen Glasfaseranschluss entscheiden, damit sich der Ausbau für das Unternehmen wirtschaftlich realisieren lässt.

Die Babenhäuser müssen sich noch etwas länger gedulden. Wie Unternehmenssprecher Dennis Slobodian auf Anfrage mitteilt, werden noch weitere Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt. Eine Nachfragebündelung – auch in Babenhausen werden 40 Prozent der Haushalte mitmachen müssen – wird frühestens im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen. „Zunächst ist vorgesehen, mit den unterversorgten Stadtteilen Sickenhofen, Hergershausen, Harpertshausen und Langstadt zu beginnen“, so Slobodian.

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In Schaafheim wiederum ist man einen Schritt weiter. Wie Bürgermeister Reinhold Hehmann berichtet, hat die Gemeinde bereits die Absichtserklärung unterzeichnet und damit den Weg zur Nachfragebündelung geebnet. Im April werde die Deutsche Glasfaser in Kooperation mit der Entega mit der Kundenakquise in Schaafheim und seinen Ortsteilen beginnen. Zuvor wird es auch dort eine Informationsveranstaltung geben.

Wie die Unternehmen Entega und die Deutsche Gasfaser in ihrer Mitteilung erklärten, wird der Netzausbau privatwirtschaftlich angegangen. Das bedeutet: keine Ausbau- und Anschlusskosten für Kunde und Kommune, kein Einsatz von Steuergeldern, keine langwierigen Förderverfahren und somit ein schneller Netzausbau. Voraussetzungen sind lediglich die Kooperationsvereinbarungen mit den Kommunen und eine Quote von jeweils 40 Prozent an Vertragsabschlüssen innerhalb einer zeitlich begrenzten Vorvermarktungsphase. (nkö)

Lesen Sie dazu auch: Glasfaser in Mainhausen: Erste Anschlüsse im April aktiv

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