Freizeit

Die Saison im Babenhausener Schwimmbad beginnt: „Wunderschön“

Entlang des ehemaligen Küstenmotorschiffs „Jenny“ zogen gestern die ersten Schwimmer ihre Bahnen. 
Fotos: Körtge
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Entlang des ehemaligen Küstenmotorschiffs „Jenny“ zogen gestern die ersten Schwimmer ihre Bahnen.

Die Freibad-Saison ist eröffnet. Gestern konnten die erste Badegäste ihre Bahnen entlang der „Jenny“ ziehen oder einfach nur planschen.

Babenhausen – 15 gekaufte Tickets weist das Internet-Buchungsportal gestern Morgen für die erste Zwei-Stundenschicht im Schwimmbad aus. In etwa ist das auch die Anzahl der Menschen, die ab kurz vor 9 Uhr am Eingangstor in der Schlange steht, um die Corona-Freibadsaison in Babenhausen zu eröffnen.

Der Erste, der schließlich sein Smartphone vor den in „Jennys Bücherkajüte“ installierten QR-Code-Scanner hält, um das Drehkreuz freizuschalten, ist Kurt Schäfer. Beim Vorsitzenden des Schwimmbad-Fördervereins klappt es anstandslos. Dagegen hakt es vor allem bei denjenigen, die den QR-Code auf einem Papier ausgedruckt mitbringen. „Es ist das Licht“, mutmaßt Bürgermeister Joachim Knoke, der die neben dem Scanner gestellte Schreibtischlampe neu ausrichtet. „Vielleicht braucht es auch eine Kamera mit einem besseren Autofokus“, meint der Rathaus-Chef, der in den vergangenen Tagen viel Zeit und Energie in das digitale Einlass-System investiert hat, damit es gestern zur Verfügung stand. Fazit nach der ersten Schicht: Es ist improvisiert, aber es funktioniert. Und im Zweifelsfall können die Freibad-Mitarbeiter das Ticket kontrollieren und Einlass gewähren.

Die Erste im Schwimmbecken ist Elfi Kunz. „Wunderschön!“, antwortet sie auf die Frage, wie es denn so im Wasser sei. Das hat gestern Morgen 23 Grad. „Eigentlich müssten wir Warmbadetag-Zuschlag erheben“, scherzt Schwimmbad-Betreiberin Dalila Kahl, die keinen Hehl daraus macht, dass sie sehr froh ist, „dieses tolle Freibad“ endlich öffnen zu dürfen. Allerdings macht sie auch deutlich, dass es in diesem Jahr für alle anders sein wird. Anfangen von den Einschränken – maximal 140 Badegäste pro Schicht oder geschlossener Sprungturm und Wasserrutsche – über das Ticketbuchen im Internet und eben den QR-Code-gesteuerten Einlass. „Es wird nicht alles sofort und perfekt funktionieren“, bittet sie um Verständnis. So wird eine Barzahlungsmöglichkeit im Rathaus für die Schwimmbadtickets – für diejenigen, die keine Internetm��glichkeit haben – frühestens ab Dienstag 7. Juli, möglich sein „Wir arbeiten auch hier mit Hochdruck“, so Knoke.

„Wir haben offen, Dietzenbach nicht“, hebt Fördervereinsvorsitzender Schäfer hervor, wie dankbar er dem Bäderservice Kahl, der Stadtverwaltung und auch der Lokalpolitik ist, die den Babenhäusern diese Freizeitmöglichkeit unter Pandemiebedingungen ermöglicht haben. Veranstaltung seien aber erst einmal keine geplant, berichtet Schäfer: „Wir wollen auch erst einmal Erfahrungen sammeln, wie jetzt alles anläuft.“

Voll des Lobes jedenfalls ist ein Mutter-Tochter-Gespann aus Rodgau. Die beiden nutzten das schöne Wetter und hatten sich gleich für die ersten beiden Schichten – 9 bis 11 Uhr sowie 11.30 bis 13.30 Uhr – Tickets gesichert. In der halbstündigen Pause wird das Bad desinfiziert und gereinigt. Die Gäste müssen für diese Zeit das Gelände verlassen, können aber ihre Sachen auf der saftig grünen Wiese lassen, wie Dalila Kahl versichert. Warum die Rodgauer nicht den dortigen Badesee nutzen? „Ich bin für gechlortes Wasser und mag es fischfrei“, antwortet die Mutter.

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