Zusätzlicher Grundstückskauf

Schulsportgelände wird für die Stadt teurer

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An dieser Feldecke soll das zukünftige Schulsportgelände enden. Voraussetzung dafür ist, dass die Stadtverordneten dem Ankauf eines weiteren Flurstücks zustimmen. Die Edward-Flanagan- und Joachim-Schumann-Schule sind hinter der Baumreihe im Hintergrund verborgen.

Das geplante Schulsportgelände soll um 2 750 Quadratmeter größer – und damit auch teurer für die Stadt werden.

Babenhausen – Um 55. 000 Euro – 20 Euro pro Quadratmeter – würden die Kosten steigen, wenn die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend den entsprechenden Beschluss fassen, um das zusätzliche Flurstück anzukaufen. Wie berichtet, hatten die Lokalpolitiker bereits im Februar mit großer Mehrheit beschlossen, Grundstücke mit einer Fläche von 17. 173 Quadratmetern für 343.460 Euro zu erwerben. Die Vereinbarung mit dem Landkreis als Schulträger sieht vor, dass die Stadt das Grundstück zur Verfügung stellt und der Kreis darauf eine Kampfbahn vom Typ C errichtet und unterhält.

Ohne den nun etwa 15 Meter breiten Streifen am östlichen Ende des vorgesehenen Geländes könnte nur eine abgespeckte Variante des Kampfbahn-Typs entstehen, heißt es aus der Verwaltung. Neben den vier Kreisbogenbahnen sieht dieser sechs gerade Sprintstrecken vor. Um Bebauungsabstände einzuhalten und die Sicherheit der Sportler zu gewährleisten, wären aber auf dem bisherigen Areal nur vier möglich gewesen.

Erster Stadtrat Reinhard Rupprecht hatte in der Sozialausschuss-Sitzung berichtet, dass besagtes Flurstück bislang nicht zum Kauf zur Verfügung gestanden habe. Nun, wo diese Option da sei, wolle man diese auch nutzen. Er sagte aber auch, dass der Landkreis auch die kleinere Variante bauen lassen würde, wobei auch dieser die Präferenz für sechs Sprintstrecken habe.

Sozialausschuss-Vorsitzende und Lehrerin Monika Heinlein (CDU) begrüßte dies und konnte aus eigener Erfahrung berichten, dass beim Schulsport einfach sechs Bahnen benötigt werden, um einen guten und schnellen Ablauf zu gewährleisten.

Kritik zu dem geplanten zusätzlichen Grundstücksankauf kam von FWB-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Heil. Er erinnerte daran, dass beschlossen worden sei, die Ausgaben für den Grundstücksankauf bei 340.000 Euro zu deckeln. Mit den 55.000 Euro würde diese Summe nun deutlich überschritten. Im Hauptausschuss bat er die Verwaltung, bis zur Versammlung morgen Abend mitzuteilen, welcher Grenzabstand nach der Hessischen Bauordnung für eine Kampfbahn von Typ C eingehalten werden müsse.

VON NORMAN KÖRTGE

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