Bauarbeiten an der Luther-Straße

Vorhaben nehmen Formen an: Gleich zwei Waldkitas in Babenhausen?

In den nächsten Tagen soll die Bodenplatte für den Neubau der evangelischen Kita gegossen werden. Foto: nkö

Das Thema Kindertagesstätten fordert derzeit die Stadtverwaltung und nimmt breiten Raum in den politischen Diskussionen ein. Hier ein Überblick über anstehende Vorhaben und laufende Arbeiten.

Babenhausen – „Kita Kaisergärten“

Fest steht: Ein Jahr vor dem geplanten Bezug der neuen Kindertagesstätte in der einstigen Grundschule auf dem Kasernengelände wird es angesichts Dutzenden fehlenden Kita-Plätze eine Not-Kita geben. Wie berichtet, soll diese nach Möglichkeit bereits nach den Sommerferien mit drei Gruppen die Arbeit aufnehmen. Beschlossene Sache scheint, dass im Erdgeschoss des Boardinghauses die Interims-Kita ihren Platz finden wird. In der Sozialausschusssitzung am kommenden Mittwoch, 5. Juni, ab 19.30 Uhr soll es einen Sachstandsbericht dazu geben. Zuletzt war diskutiert worden, ob der Kita-Betrieb ausgeschrieben werden soll oder eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) diesen übernehmen kann.

Macherin hinter den Kulissen ist unter anderem Ausschussvorsitzende Monika Heinlein (CDU). Wie sie auf Anfrage berichtet, wird die Kita „Kaisergärten“ einen Förderverein bekommen. „Es gibt bereits Leute, die sich als Vorstand zur Verfügung stellen würden“, erzählt Heinlein, die viel Erfahrung mit der Gründung von Fördervereinen vorweisen kann. Dem von ihr mitgegründeten der Kita „Danziger Straße“ führt sie als Vorsitzende nach wie vor an, bei der Gründung des Freibad-Fördervereins war sie ebenfalls von Anfang an im Boot.

Für den von der Aumann-Stiftung angeschobenen Waldkindergarten in der Nähe des Kasernengeländes gibt es weitere Zusagen. Wie Heinlein berichtet, sei der notwendige Bauwagen bereits zugesagt.

Harpertshausen

In der Sozialausschusssitzung am Mittwochabend wird es auch um einen Waldkindergarten in Harpertshausen gehen. Die Stadtverordneten sollen über ein Waldkindergartenkonzept und dessen Umsetzung entscheiden. Wie Bürgermeister Joachim Knoke (SPD) auf Anfrage mitteilt, gibt es einen erfahrenen Betreiber, der das alternative Kinderbetreuungsmodell im kleinsten Babenhäuser Stadtteil mit einer Gruppe realisieren möchte. Dazu liegt eine konkrete Kostenschätzung vor. Demnach müssten in den Haushalt 2020 97 500 Euro eingestellt werden und im laufenden Jahr mit Kosten von etwa 31 000 Euro gerechnet werden.

Außerdem werden Gespräche mit dem Vermieter der Räume des Kindergartens ins Harpertshausen geführt, den Mietvertrag über das Jahr 2020 hinaus zu verlängern, so Knoke. Wie berichtet, könnten dort Mehrkosten für die Stadt entstehen, weil die Miete steigen soll.

Evangelische Kita

Während andernorts noch diskutiert wird und Beschlüsse gefasst werden müssen, wird an der Martin-Luther-Straße bald gebaut. Nachdem die vorbereitenden Erdarbeiten abgeschlossen worden sind, wird in den nächsten Tagen damit begonnen, die Bodenplatte für den Neubau der evangelischen Kindertagesstätte zu gießen. Nach Pfingsten soll diese fertig sein, hofft man vonseiten des Unternehmens Bickhardt Bau, das das Gebäude für eine U3- und drei Ü3-Gruppen für knapp zwei Millionen Euro schlüsselfertig errichten wird. Im Frühjahr 2020 soll der Bau fertig sein und die Anfang 2016 ins Ausweichquartier Sophie-Kehl-Haus gezogenen Erzieherinnen mit ihren Kindern wieder an der Luther-Straße heimisch werden.

Von Norman Körtge

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