Kreativer Wohnmix

Kaisergärten: Zielgruppen-Konzept für 2 400 Bewohner

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Die Abrissarbeiten der vergangenen Monate haben deutliche Spuren auf dem Kasernengelände hinterlassen. Von den kleineren Häusern (unterer Bildrand und Bildmitte) sind nur noch die Überreste zu sehen.

Wie viele Menschen werden in den kommenden Jahren in die Kaisergärten ziehen? Etwa 2 400.        

Babenhausen –  Mit dieser in der jüngsten Kasernenkonversions-Sitzung genannten Zahl sollte das monatelang Wirrwarr, das immer wieder bei der Berechnung von benötigten Kita-Plätzen und damit zusammenhängend, auf wie viele Gruppe die Kaisergärten-Kita ausgelegt sein muss, beendet sein.

Zuvor kursierte die Zahl von rund 2 000 Kaisergärten-Bewohnern. Begründet wurde der Anstieg zum einen mit der von der Regionalplanung geforderten verdichteten Bebauung. Zum anderen aber auch dadurch, dass im Kreativquartier, dem größtenteils unter Denkmalschutz stehenden Areal, weniger Gewerbe, aber mehr Wohnen möglich sein soll. Außerdem gibt es eine erweiterte Wohnbebauung westlich der sogenannten Panzerstraße. Dort war ursprünglich Gewerbe vorgesehen gewesen. Weniger Gewerbe und Büros bedeutet zugleich weniger Verkehrsaufkommen zu den Stoßzeiten und gehört damit zum Maßnahmenbündel, um letztendlich die verkehrliche Erschließung genehmigt zu bekommen.

Welche Domizile die künftigen „Kaisergärtner“ beziehen werden, erläuterte Kasernenkonversions-Geschäftsführer Daniel Beitlich, in dem er das sogenannte Wohnzielgruppen-Konzept umriss. Der Wunsch, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sei mit dem Verkauf von sechs Wohnblöcken an die Nassauische Heimstätte (wir berichteten) erfüllt worden. In drei weiteren der zwölf bestehenden Wohnanlagen werden die Wohnungen verkleinert, um zum Beispiel Senioren und kleinen Haushalten Wohnraum bieten zu können. Weitere drei Häuser haben Wohnungen mit „familienfreundlichen Grundrissen“, sodass auch diese Bevölkerungsgruppe abgedeckt ist.

In dem aus historischen Bestandsgebäuden bestehende Kreativquartier wird ein, der Name steht dafür, kreativer Wohnmix möglich sein. Liebhaber von Loft-Wohnungen werden hier fündig, zu den von Beitlich aufgezählten und angefragten Projekten gehören aber auch Mehrgenerationen-Häuser und die Idee, ein „barrierefreies Baudenkmal“ einzurichten und zu beziehen.

Ein Mix werden auch die Neubauten sein – zum einen Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen, zum anderen Reihen- und Doppelhäuser sowie freistehende Immobilien. Dabei sind sowohl „Häuser von der Stange“, wie es Beitlich salopp formulierte, als auch frei gestaltete Architektenhäuser vorgesehen.

Kita Kaisergärten

Neuigkeiten zur Interims-Kita auf dem Kasernengelände und der in Gründung befindlichen gemeinnützigen GmbH als Betreiberin der Kita soll es heute Abend im Sozialausschuss im Rathaus geben. Beginn ist um 19.30 Uhr.

VON NORMAN KÖRTGE

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