Plan B für das neue Schuljahr

Verein Herigar benennt mögliche Ausweichräume für die Bachwiesenschule

Auf dem Schulhof nahm Rektorin Sylvia Kraffczyk (Zweite von rechts) das Herigar-Konzept fürs neue Schuljahr von Rolf Gründling (rechts) und Ingo Rohrwasser entgegen. Ganz links: Nadja Rohrwasser, die Zweite Vorsitzende des Kreiselternbeirats.
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Auf dem Schulhof nahm Rektorin Sylvia Kraffczyk (Zweite von rechts) das Herigar-Konzept fürs neue Schuljahr von Rolf Gründling (rechts) und Ingo Rohrwasser entgegen. Ganz links: Nadja Rohrwasser, die Zweite Vorsitzende des Kreiselternbeirats.

Wo kann die Bachwiesenschule Unterricht halten, falls die Klassenzimmer nach den Sommerferien nicht ausreichen? Der Verein Herigar hat zusätzliche Räume in Hergershausen gesucht und gefunden, die seiner Ansicht nach einen geregelten Unterricht mit ausreichendem Abstand ermöglichen. Sein Konzept stellte der Verein jetzt der Schulleiterin Sylvia Kraffczyk vor.

Babenhausen – „Wir hoffen alle, dass wir ihn nicht brauchen, aber es kann nicht schaden, einen Plan B zu haben“, sagte Herigar-Vorsitzender Ingo Rohrwasser. Rolf Gründling hatte den Notfallplan mit dem Titel „Schulunterricht an der Bachwiesenschule in Hergershausen nach den Sommerferien 2020“ erstellt.

Das Konzept sieht vor, vorhandene Räume zu nutzen. Drei Gebäude kommen nach Ansicht des Vereins als Ausweichräume für den Unterricht der Grundschule in Betracht: die alte Schule (modernisierte Räume mit sogenannten Whiteboards), ein Raum im evangelischen Gemeindehaus (mit neuem Fußboden) und ein Raum im Obergeschoss des Bürgerhauses. In all diesen Räumen könnten die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, betont Herigar.

Damit die Schüler keine Zeit durch einen ständigen Ortswechsel verlieren, sieht das Konzept eine Aufteilung der Jahrgänge vor, sodass auch in den Pausen Abstand möglich ist.

Dieses Konzept stieß bei allen bisher angesprochen Parteien auf positive Resonanz, wie der Verein berichtet. Nach dem Urlaub der Schulleiterin ist ein weiteres Treffen vereinbart.

Der Verein Herigar verwaltet das Dorfgemeinschaftshaus in der alten Schule und pflegt den angrenzenden Sinnengarten. Außerdem hat er sich die Jugend- und Altenförderung als Ziel vorgenommen. Das Engagement des Vereins geht aber drüber hinaus. Immer wieder stellen sich die Aktiven die Frage: „Wo können wir uns in unserem Dorf einbringen und wobei können wir als Bürger helfen?“ Zu seinen Erfolgen zählt der Verein die Verkaufsstelle der Bäckerei Lautenschläger in der ehemaligen Sparkasse auf Initiative von Ortsvorsteher Horst Grimm und Rolf Gründling, der Hinweis auf das örtliche Gewerbe am Muttertag und ein Warnschild „Achtung Schüler“ am Ortseingang. Die Coronakrise bremste allerdings viele weitere Aktionen. (eh)

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