Schönster Sonnenuntergang weit und breit

Babenhausen hat eine „Pop-Up-Beach-Lounge“ am Sickenhöfer See

Gina und Sven Mayer in Liegestühlen mit Getränken in der Hand.
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Ein traumhafter Sonnenuntergang, den hier Gina und Sven Mayer genießen, gehört zur besonderen Stimmung am See.

Der Begriff „Walalata“ stammt vom amerikanischen Indianerstamm der Hopi und bedeutet, dass Wellen und Wogen mehrfach kommen. Seit wenigen Tagen steht er auch für die neue „Pop-Up-Beach-Lounge“ am Sickenhöfer See. Dort vibriert durch die Festivals „Seebeben“ und „Stadt-Land-Bass“ zweimal im Jahr der Babenhäuser Untergrund. War danach stets Schluss mit Party, hören in diesem Jahr „die Wellen“ nicht auf und gehen mit einer Beach Lounge weiter.

Babenhausen - „Nach langer Planung für ein Corona-gerechtes Kultur- und Genussangebot haben wir zum 31. Juli öffnen können“, berichtet Seeeigner Andreas Bludau. Mit Oliver Gerhardt, dem Macher von Stadt-Land-Bass, fand er dafür einen Partner. Das Konzept ist schnell erklärt: zur ansprechenden Location am See mit Sandstrand warten frische Drinks, leckeres Essen, Musik und die laut Werbung „schönsten Sonnenuntergänge weit und breit“. Geöffnet ist freitags, samstags und sonntags. Auch Familien dürfen sich angesprochen fühlen. Beim Start vergangene Woche fuhr man mit den Bands „StreetLIVE Family“ und „Strandakustik“ mächtig auf. 150 Besucher kamen und genossen den Abend.

Pop-Up-Beach-Lounge „Walalata“ in Babenhausen: Start war gut besucht

Für die Verantwortlichen ist es wichtig, dass in Pandemie-Zeiten das Leben weitergeht und Ausgeh-Angebote existieren. Auch will man Musikgruppen, DJs und anderen Unternehmen der Veranstaltungsbranche, die derzeit alle über nur wenig Aufträge verfügen, Möglichkeiten für einen Verdienst geben. So profitiert der Harreshäuser Caterer und Profikoch Jochen Sydlik („That Food Rocks“) davon, die kulinarische Versorgung der Gäste am See zu übernehmen. Für den Zutritt zur Lounge wird ein kleiner Eintrittspreis fällig, der je nach gebotenem Programm mehr oder weniger wachsen kann. Tickets lassen sich vorweg im Internet buchen. Aber auch wer spontan auftaucht, kommt mit etwas Glück rein. Maximal 250 Besucher sind erlaubt, sitzend in kleinen Einheiten.

„Warum kam die Idee einer Beach Lounge nicht schon früher auf?“, geht die Frage an Andreas Bludau. Wie er sagt, sei das Genehmigungsverfahren bei den Behörden kompliziert und langwierig. Bei seinen anderen Plänen, etwa einem Wasserfreizeitpark oder schwimmenden Solaranlagen zur Energiegewinnung, lägen die gleichen Erfahrungen vor. War der Start von Walalata mit 150 Personen vor einer Woche relativ gut besucht, offenbarte sich das jüngste Wochenende als recht überschaubar, wohl auch weil keine Live-Acts angesagt waren.

Pop-Up-Beach-Lounge „Walalata“ in Babenhausen: Viele Veranstaltungen geplant

Diese lassen sich wegen der Kosten nicht an jedem Öffnungstag anbieten. „Alleine was die Gema-Gebühren betrifft, wird einem regelmäßig der Spaß genommen, etwas zu organisieren“, sagt der Babenhäuser. Mit seinem Partner heißt es jetzt die Entwicklung bis zum Ende der Beach-Lounge am letzten Septemberwochenende abzuwarten. Bis dahin sind noch Veranstaltungen angesagt. Unter anderem stehen am Samstag, 5. September, bei „Cocoon take over“ Top-Discjockeys am Plattenteller. Für die „Pop-Up Beach Lounge“ gilt, dass es Zeit und Atem braucht, bis die Sache zur Bevölkerung durchgedrungen ist. (Von Michael Just)

Ein Profi-Caterer sorgt für leckere Gerichte.

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