Job-Info-Börse

Raus aus der „Keine-Ahnung-Ecke“

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Bereiten ihre Collagen vor: Lisa (links) interessiert sich für den Polizeiberuf, Mia informiert sich über Eventmanagement.

Um für die bevorstehende Job-Info-Börse bestens vorbereitet zu sein, haben sich an den vergangenen beiden Tagen Neunt- klässler der Joachim- Schumann-Schule mit Ausbildungsberufen und ihrem weiteren Werdegang befasst.

Babenhausen – Mal stehen in der „Keine-Ahnung-Ecke“ zehn Jugendliche, dann ist es in der anderen Klasse nur einer. „Es ist ganz unterschiedlich“, sagt der städtische Jugendpfleger Michael Spiehl, der an den vergangenen beiden Tagen Neuntklässler der Joachim-Schumann-Schule auf die am 6. März stattfindende Job-Info-Börse vorbereitete. Zum Kennenlernen gehören dabei die vier Ecken: Wer strebt einen Ausbildungsberuf an? Wer möchte studieren? Wer macht zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ähnliches? Und wer hat eben noch keine Ahnung, was er nach der Zeit auf der Integrierten Gesamtschule machen möchte?

Ziel der beiden Projekttage, die von Spiehl sowie den Lehrern Robert Kirchner, Jahrgangsleiter 9/10, und Florian Aßmann, Schulkoordinator für berufliche Orientierung, betreut wurden, war es, zum einen Collagen über die angestrebten Berufe (Ausbildungsdauer, Voraussetzungen, Weiterbildung und so weiter) anzufertigen, als auch sich mit einem Einwahlzettel für fünf Berufsfelder bei der Börse anzumelden.

Der Stand mit den Lehrerberufen wird bei Schülerin Sibel ganz sicher mit hoher Priorität auf dem Einwahlzettel stehen. Die 14-Jährige möchte Grundschullehrerin werden. „Ich mag die Arbeit mit Kindern und Pädagogik“, erzählt sie. Sie möchte mit kreativen Ansätzen den Schülern etwas beibringen. Mit ihr am Tisch sitzt Melanie, die Hotelfachfrau werden möchte und demnächst ein Praktikum im Babenhäuser Hotel „Residenz“ machen wird.

Anton hingegen wird sich bei der Job-Info-Börse bei der Dieburger Solidtec GmbH ins Gespräch bringen. Er kann sich eine Ausbildung zum technischen Produktdesigner vorstellen. Er sammelt gestern Informationen dazu und zum Betrieb am großen, interaktiven Smartboard an der Wand. Er möchte etwas Kreatives machen. „Nicht jeden Tag dasselbe“, meint er. Den Stand der Bundespolizei hingegen wird Lisa aufsuchen. Sie möchte zur Polizei. Das Babenhäuser Unternehmen Autoservice Kraus wird sich Özkan, 15 Jahre alt, an jenem Tag genau anschauen und sich informieren. Kfz-Mechatroniker ist sein Berufswunsch, auch weil sein Vater und Onkel in diesem Metier arbeiten.

In die weite Welt zieht es Joelle. Die 14-jährige Schülerin wird ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren – am liebsten in Afrika in einem Wildpark.

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