Konzert in ihrer Heimatgemeinde Langstadt

Sopranistin Nicole Schmiedecke mit Heimspiel mit Liebesliedern

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Die klassisch ausgebildete Sopranistin Nicole Schmiedecke lud zu einem Auftritt in ihrer Heimatgemeinde Langstadt ein.

Langstadt -  Wer Stücke aus Oper und Operette hören will, dem bleibt der Weg ins Staatstheater nach Darmstadt oder auch nach Frankfurt meist nicht erspart. Von Michael Just 

Zwischen den Jahren hatten die Babenhäuser für einen solchen Genuss nun kurze Wege: Die klassisch ausgebildete Sopranistin Nicole Schmiedecke lud zum Gastspiel in ihre Heimatgemeinde Langstadt ein. Rund 100 Personen passen in den kleinen evangelischen Gemeindesaal, der zu Beginn des Konzerts bis auf den letzten Platz gefüllt und damit ausverkauft war. Sogar mit „Notstühlen“ jonglierte Ehemann Günter Schmiedecke, um Besucher, die von weiter her kamen, nicht abweisen zu müssen.

Seine Frau singt gerne über die Liebe, womit sich auch das Programm erklären ließ: Mit „Lieblings-Liebes-Lieder“ überschrieben, wurde es von Bekundungen für die Herzallerliebste oder den Herzallerliebsten bestimmt. Dabei durften sich die Besucher auf Ausflüge unter anderem in die Opern von „Cosi fan tutte“, „Rinaldo“ oder aber „Gianni Schicchi“ freuen. Die musikalische Begleitung am Flügel übernahm Friederich Haller.

Im zweiten Teil rückten Operetten – und damit die kleinere und „leichtere“ Schwester der Oper – sowie Musicalmelodien in den Vordergrund. Die Kompositionen an diesem Abend stammten unter anderem von Giacomo Puccini, Franz Lehar, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel oder Andrew Lloyd Webber. Mit „Caro mio ben“ von Guiseppe Giordano gesellte sich auch jenes Stück dazu, das zu den am meisten gesungen Liebesliedern der Klassik zählt und auf der erfolgreichen Vertonung eines Gedichts beruht.

Nicole Schmiedecke ist Mitglied des Belcanto-Ensemble Darmstadt sowie Vorsitzende des Seligenstädter Jazz- und Popchor Contrapunkt. Die Liebe zum Gesang gibt sie auch im Gesangsunterricht weiter. Das Konzert in der Heimatgemeinde wurde von vielen Besuchern aus Babenhausen geschätzt. „Sonst liest man immer nur von ihren Auftritten in der Region. Da freut man sich natürlich, wenn sie mal direkt zu hören ist“, sagte eine Besucherin.

Das Programm erwies sich als facettenreicher Streifzug durch die Liebeswelt, das inhaltlich von frisch verliebt bis versprochener, aber nicht gehaltener Treue reichte. Einige Werke waren auf italienisch. Für Heiterkeit und Auflockerung sorgte das Stück „Ich bin die Christel von der Post“ aus der Operette „Der Vogelhändler“. Der „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck aus der Oper „Hänsel und Gretel“ wartete mit einer weiteren Überraschung auf: Mit der Einbeziehung von vier Gesangschülerinnen (Iris Hofmann, Ulrike Moser, Heike Knetsch und Marion Abels) sorgte ein Quintett für den gelungenen Schlusspunkt.

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