Mix aus Eigentum- und Mietwohnungen

Leben auf ehemaligem Kasernengelände - über 500 Wohnungen geplant

Keine Briefkastenfirmen sind es, die auf dem ehemaligen Kasernenareal residieren. Vielmehr ist es die am farbenfrohen Logo erkennbare Kita Kaisergärten und eben die Kasernenkonversionsgesellschaft. Letztere hat nun weitere 13 Wohnbaugrundstücke verkauft. Das Nichtraucherschild ist ein Relikt aus der US-Kasernenzeit. Foto: körtge
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Keine Briefkastenfirmen sind es, die auf dem ehemaligen Kasernenareal residieren. Vielmehr ist es die am farbenfrohen Logo erkennbare Kita Kaisergärten und eben die Kasernenkonversionsgesellschaft. Letztere hat nun weitere 13 Wohnbaugrundstücke verkauft. Das Nichtraucherschild ist ein Relikt aus der US-Kasernenzeit.

Der nächste Kasernen-Vertrag für das Wohngebiet Kaisergärten ist unterzeichnet. Projektentwickler Bonava wird in dem neuen Wohngebiet zirka 530 Wohnungen bauen lassen.

  • Auf einem ehemaligen Kasernengelände sollen Wohnungen entstehen
  • Es sollen sowohl Eigentum- als auch Mietwohnungen entstehen
  • Frankfurter Unternehmen investiert 26,7 Millionen Euro in Babenhausen

Babenhausen – Etwa 2400 Menschen sollen einmal in den Kaisergärten, dem so getauften ehemaligen Kasernengelände, wohnen. Viele von ihnen in Mehrfamilienhäusern, die vom Unternehmen Bonava mit Sitz im brandenburgischen Fürstenwalde realisiert werden. Die Kasernenkonversionsgesellschaft hat dem Projektentwickler 13 Wohnbaugrundstücke mit einer Gesamtfläche von zirka 53.000 Quadratmetern verkauft. Wie Bonava mitteilt, sollen darauf etwa 530 Wohnungen entstehen. Der Grundstückskaufvertrag ist noch im alten Jahr unterzeichnet worden.

Bei den Parzellen handelt es sich um Flächen, die sowohl östlich an die denkmalgeschützen Gebäude – das sogenannte Kreativquartier – angrenzen als auch durch einen Grünstreifen getrennt die westliche Bebauung des Wohnquartiers darstellen, wie Markus Aumann, einer der Geschäftsführer der Konversionsgesellschaft, berichtet. Wie genau die Wohngebäude aussehen werden, stehe noch nicht fest, heißt es auf Nachfrage aus der Bonava-Unternehmenszentrale. „Für konkrete Aussagen ist es noch etwas früh. Wir bauen auf 13 Baufeldern Mehrfamilienhäuser mit unterschiedlicher Anzahl von Eingängen und Treppenhäusern. Ob wir das eine oder andere Gebäude zwischendrin unterbrechen und damit mehr Gebäude entstehen, hängt vom Bebauungsplan und seiner endgültigen Gestaltung ab.“

Babenhausen: Ein Mix aus Eigentums- und Mietwohnungen

Im März oder April, so hofft Aumann, werde der Bebauungsplan der Stadtverordnetenversammlung zum Offenlagebeschluss vorliegen. Nicht mehr realistisch ist der Beschluss in der Sitzung am 6. Februar. Es müssten noch diverse Abstimmungen stattfinden, berichtet Aumann. Außerdem seien noch nicht alle vereinbarten Gespräche zur städtebaulichen Entwicklung mit den politischen Fraktionen geführt worden.

Bonava jedenfalls plant in den Kaisergärten einen Mix aus Eigentumswohnungen und Mietwohnungen zu errichten. Für Single-Haushalte, Paare und auch für Familien soll es passende Angebote geben. Nach derzeitigem Planungsstand geht Projektleiter Argyris Mylonas davon aus, dass im dritten Quartal der Bebauungsplan beschlossen wird und damit Baurecht bestehe. „Babenhausen ist im Dreieck der Städte Aschaffenburg, Darmstadt und Frankfurt günstig gelegen, um diese mit dringend benötigtem Wohnraum zu verstärken“, erklärt er das Potenzial der Kaisergärten. Besonderheit einiger neuer Wohnungen sei deren Lage inmitten verbleibender denkmalgeschützter Kasernengebäude und dem als „Natura 2000“ ausgewiesenen südlich gelegenen Naturschutzgebiet.

Babenhausen: Frankfurter Unternehmen investiert 26,7 Millionen Euro

Bereits im August vergangenen Jahres hatte die Kasernenkonversionsgesellschaft sechs bestehende Wohnblöcke an die Nassauische Heimstätte verkauft. Insgesamt investiert das Frankfurter Unternehmen 26,7 Millionen Euro in Babenhausen. Durch Umbauarbeiten sollen 140 Wohneinheiten zu bezahlbaren Mietpreisen entstehen – die durchschnittliche Kaltmiete soll bei 6,50 Euro/Quadratmeter liegen, teilt die Heimstätte seinerzeit mit.

VON NORMAN KÖRTGE

Die ehemaligeKaserne in Babenhausen wird bald zum Wohngebiet Kaisergärten - jetzt gibt es erste Details

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