Es wird wieder laut

Neustart bei der Kinder- und Jugendförderung in Babenhausen

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„iamhuman“ steht in großen Buchstaben am Babenhäuser Jugendzentrum. So heißt die Bilderserie – übersetzt „Ich bin Mensch“ oder „Ich bin menschlich“ –, der beiden Babenhäuser Street-Art-Künstler Ben Olschewsky und Lisa Josek (kunstkoepfe.com). 

Wenn sich am kommenden Montag die sieben Mitglieder des Bandprojekts der städtischen Kinder-und Jugendförderung (KiJuFö) um Teamer Steffen Huther erstmals nach dem mehrmonatigen Corona-Shutdown wieder treffen, wird es im Jugendzentrum an der Bürgermeister-Rühl-Straße endlich wieder laut.

Babenhausen – Denn das Bandtreffen ist so etwas wie der Neustart der Angebotspalette der KiJuFö im Corona-Zeitalter. Mit all seinen Be- und Einschränkungen. .

Ein Lied davon singen können eben im wahrsten Sinne des Wortes die Bandmitglieder, wie Lara Kresz berichten kann, die zusammen mit Jugendpfleger Michael Spiehl die KiJuFö leitet. Denn als sie zu Wochenbeginn mit ihren Mitarbeitern zusammen saßen, um die mit dem Ordnungsamt abgestimmten jeweils auf die Angebote und Projekte maßgeschneiderten Hygienekonzepte zu besprechen, war der Gesang im Probenraum noch nicht erlaubt. Grund: Die massive Aerosole-Bildung beim Singen. Doch dann ist eine hygienekonforme Lösung gefunden worden: „Die Sängerin oder der Sänger ist alleine in einem separaten Raum und hört die Band über eine Monitorbox spielen“, berichtet Kresz. Somit steht der ersten vollwertigen Bandprobe in Coronazeiten nichts mehr im Weg.

Diesen will die KiJuFö nun wieder aufnehmen, um zumindest etwas Abwechslung in den Alltag zu bringen und die Kinder und Jugendlichen wieder zu erreichen. Denn: „An vielen Stellen ist kein roter Faden“, weiß Spiehl aus Erfahrung zu berichten. Deshalb haben er und sein Team in den vergangenen Wochen viel Zeit und Energie darauf verwendet, Hygienekonzepte zu entwickeln. Und deswegen ist es der KiJuFö auch gelungen, eine wenn auch abgespeckte Variante der Sommerferienspiele auf die Beine zu stellen (wir berichteten).

Vor drei Jahren sprühten die beiden Babenhäuser Street-Art-Künstler insgesamt sechs überlebensgroße, lachende Kindergesichter aus verschiedenen Kulturkreisen als ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit ans Juz. Dass das Thema nicht an Brisanz verloren hat, zeigt die aktuelle Rassismus-Debatte. 

Mehr als acht Seiten umfassen sowohl die allgemeinen Bestimmungen – etwa Händewaschen, Desinfektionsintervalle sowie die maximal zulässige Personenzahl in den Räumen: Ins Jugendcafé dürfen zum Beispiel maximal neun Personen plus Teamer – sowie die konkrete Umsetzung bei den Angeboten, wie eben beim Bandprojekt. Dabei hat sich die KiJuFö bewusst an strengere Auflagen gehalten. „Es ist nicht verkehrt, vorsichtiger zu sein“, meint Kresz. So werde vor allem versucht, wo es möglich ist, die Angeboten im Freien zu veranstalten. Im Juz selbst müsse in den Räumen selbst keine Mund-Nasen-Maske getragen werden. Wer sich allerdings im Gebäude bewege, etwa im Treppenhaus oder in den Toiletten, muss eine Maske tragen.

Fest steht aber auch, dass es bis auf Weiteres nicht die klassischen offenen Treffs für Kinder und Jugendliche geben wird. Es sind jeweils nur fünf Teilnehmer – und das auch nur nach vorheriger Anmeldung – erlaubt.

Um den Kontakt aber nicht gleich wieder abreißen zu lasen, geht die KiJuFö nicht wie sonst mit dem Beginn der Ferien und bis zum Start der Ferienspiele in eine Pause. So wird es diesmal unter anderem einen Foto- und einen Graffiti-Workshop geben. Termine dafür gibt es demnächst.

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Heute haben wir eine bunte Bastelidee für euch. Regenbogen Material: Pappteller Filzstifte oder Wasserfarbe Watte + Stück Wolle/ Faden Krepppapier in Vers. Farben Kleber Schere Zeichnet zuerst einen Strich über das untere Drittel eures Tellers. Bemalt anschließend den Pappteller mit einem Regenbogen. Bei der Farbauswahl wurde sich an einem „echten Regenbogen“ orientiert. Natürlich könnt ihr die Farbkombination auch anders wählen. Schneidet nun das untere Drittel vom Pappteller gerade ab, lasst jedoch einen ca. 2cm breiten freien Streifen des Tellers um dort das Krepppapier dran zu kleben. Während die Tusche trocknet, könnt ihr die Krepppapier-Streifen zurechtschneiden. Im Idealfall verwendet ihr Krepppapier in den gleichen Farben wie die Tusche. Unsere Krepppapier-Streifen sind etwa 1-2 cm breit und ca. 15 cm lang. Pro Regenbogen-Farbe haben wir vier Krepppapier-Streifen vorbereitet. Pro Regenbogen-Hälfte werden jeweils zwei Krepppapier-Streifen auf den Pappteller geklebt. Ihr könnt die Krepppapier-Streifen an einem Ende zusammen lassen, dadurch habt ihr eine größere Klebefläche. Orientiert euch beim Kleben am besten an euren Regenbogen-Farben bzw. -Streifen. Anschließend formt ihr aus Watte eine Wolke. Diese haben wir über die Krepppapier-Streifen geklebt. Wer keine Watte zur Hand hat, kann auch weißes Papier verwenden. Macht mit der Schere oder einem Bleistift ein kleines Loch oben in euren Teller und fädelt die Wolle hindurch. Knotet sie zusammen, sodass ihr euren Regenbogen damit aufhängen könnt. Nun gut trocknen lassen und fertig ist euer Regenbogen. #kifufoe #kijufö #jufoe #jufö #bastelidee #bastelnmitkindern #kinder #jugend #jugendliche #eltern #babenhausen #regenbogen

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Die coronabedingte Auszeit hat die KiJuFö auch genutzt, um ihr Jahresprojekt voranzubringen – nämlich aktiver in den Sozialen Medien zu werden. Der Shutdown sei dafür ein „guter Moment“ gewesen, sieht Spiehl das Positive im Stillstand. So gibt es nun neben dem Facebook-Auftritt auch einen Instagram-Account (jufoe.babenhausen). Dort hatte das Team bereits Basteltipps hochgeladen. (VON NORMAN KÖRTGE)

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