Cowboys bei den Weibsleut´

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Tänzerinnen der „Akzeptanz Classic“

Babenhausen ‐ Die Büttenredner hatten es wieder recht schwer am Donnerstagabend in der TVB-Halle. Denn das kostümierte Weibsvolk, das sich zum neunten Mal auf Einladung der TVB-Jazztanzgruppe Akzeptanz zum Sekt- und Schnittchenabend versammelt hatte, war in ausgelassener Partylaune. Von Petra Grimm

Das Bedürfnis nach Wortbeiträgen hielt sich bei vielen deutlich hörbar eher in Grenzen. Gegen das fröhliche Gebabbel kamen die Redner - vor allem am Ende des gut zweieinhalbstündigen Programms - kaum an. Einzig der routinierte Frank Eser, der sich auch an Weiberfastnacht in einem Saal voll giggelnder Frauen noch Gehör verschaffen kann, erhielt für seinen Vortrag als Hausmann genug Aufmerksamkeit.

Dafür war die Stimmung wieder richtig gut in der Halle, wo die närrischen Frauen - bis auf die Bühnenakteure und Axel Heintzenberg am Technikpult - unter sich waren. Bereits eine halbe Stunde nach Programmbeginn - Marco Podroschko von der TGS Jügesheim erzählte auf der Bühne von seinen guten Vorsätzen für dieses Jahr - erklangen die ersten „Ausziehen!“ und „mach dich nackisch!“- Rufe.

Die Moderation hatten wie immer Sabine Dirkes und Jutta Koser übernommen. Temperamentvoll sorgten sie für Tuschs und managten die Beiträge, in die das Publikum einbezogen war. So galt es auf der Bühne im Dreikampf die „Powerschnitte“ des Abends zu ermitteln. Drei Freiwillige - CVB-Prinzessin Elfriede II., Thea Scharwinski vom TVB und eine Vertreterin der TGS Jügesheim - traten unter den Anfeuerungsrufen aus dem Saal gegen einander an. Sie mussten ein Regal zusammen schrauben, mit einer Bohrmaschine Löcher in einen Stein bohren, um einen Dübel reinzuschrauben, und als leichteste Aufgabe einen Nagel einschlagen, um ein Bild aufzuhängen. Natürlich wurden sie vor Beginn der handwerklichen Herausforderung zur Begeisterung des Publikums mit Helmen, Ohrenstöpseln und Staubmasken ausgestattet. Die Schnellste und damit Siegerin war ihre Tollität Elfriede II. Als Hauptpreis durfte sie das Ikea-Regal mitnehmen.

Baumarkt ist Schuhgeschäft der Männer

Gut war die Stimmung auch bei der Karaoke-Einlage für alle. Aus voller Kehle stimmte der Saal „Anita“ von Costa Cordalis gemeinsam an. Viel Applaus und begeisterte Zurufe gab es für die hervorragenden Tanzeinlagen. Die Große Garde des CCH aus Harreshausen, die Tänzerinnen vom SKV Sickenhofen, die CVB-Tanzgruppe und zwei Akzeptanz-Gruppen zeigten tolle Shows. Eine Truppe tanzender Cowboys von der TGS Jügesheim wirbelte ebenfalls über die Bühne. Helga Görtz-Chiout berichtete auf der Bühne über ihren Ärger mit Handwerkern.

Sabine Dirkes und Jutta Koser moderierten mit viel Schwung das närrische Programm.

Im Baumarkt waren dann auch die Sänger der Disharmonie aus Jügesheim unterwegs. Der Baumarkt sei für Männer das, was für Frauen ein Schuhgeschäft ist. Dass es in dieser Männerdomäne jetzt allerdings eine Abteilung für Wohnaccessoires gibt, so dass man die eigene Frau mitnehmen müsse, sei ja wohl unmöglich. Mit ihren umgedichteten Schlagern hatte die Disharmonie, die treue Gäste auf der Bühne der Babenhäuser Weiberfastnacht sind, wieder eine tolle Nummer mitgebracht. Ein Höhepunkt ihrer humorvollen Show war zweifellos der Song „Viva Las Vegas“ mit Frank Eser als Elvis-Imitat mit schwarzer Perücke, bei dem alle Sänger durch eine Weihnachtsbaum-Lichterketten um den Hals glänzten. Mit dem Schlachtruf „Weibsleut ab uff die Gass“ und ihrer Sekt- und Schnittchenkarte, bei deren Vorlage einige Babenhäuser Kneipen das erste Getränk zum halben Preis ausschenkten, zogen die Frauen dann in die Nacht.

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