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Babenhausen plant Wald-Kita beim Luftsportclub

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Von: Norman Körtge

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Unter dem Dach des ehemaligen Luftsportclub-Domizils soll eine neue Waldkita Schutz finden können.
Unter dem Dach des ehemaligen Luftsportclub-Domizils soll eine neue Waldkita Schutz finden können. © Körtge

Die Zahl der fehlenden Kita-Plätze in Babenhausen – 19 im U3- und und 28 im Ü3-Bereich – könnten sich schon in ein paar Monaten noch weiter reduzieren.

Babenhausen - Nachdem in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung bereits eine siebte, gemischte Gruppe für die Kita Kaisergärten mit 18 Plätzen genehmigt wurde, könnte im Frühjahr eine weitere Waldkindergarten-Gruppe für 20 Kinder an den Start gehen. Die bereits weit vorangeschrittenen Pläne dafür stellte die Stadtverwaltung in der jüngsten, gemeinsamen Sitzung des Sozial-, Bau- und Hauptausschusses vor.

Demnach könnte auf dem ehemaligen Gelände des Luftsportclubs (LSC), das mittlerweile im Eigentum einer Privatperson ist, eine dritte Waldkindergarten-Gruppe in Babenhausen ihr Zuhause finden. Bei Harpertshausen betreibt die Sense-Ability-Academy bereits seit 2019 eine Waldkita mit mittlerweile zwei Gruppen. Der Betrieb der dritten Gruppe würde, wenn sich die am 20. Oktober tagende Stadtverordnetenversammlung den einstimmigen Beschlüssen aus den Ausschüssen anschließt, ausgeschrieben. Aufgrund des Auftragsvolumens müsste diese aber nicht europaweit geschehen, berichtete Bürgermeister Dominik Stadler (unabhängig) den Ausschussmitgliedern.

In den Vorgesprächen mit dem Eigentümer habe dieser den ehemaligen LSC-Schulungsraum als den für den Kita-Betrieb notwendigen Schutzraum vorgeschlagen. Die monatliche Miete würde bei 310 Euro warm liegen. Insgesamt wird die dritte Waldkita-Gruppe die Stadt 105 000 Euro im Jahr kosten.

Bedeutsam: Die genehmigende Kita-Fachaufsicht des Landkreises hat den Raum bereits in Augenschein genommen und für ausreichend befunden.

Nicht nur diese Vorarbeit ist erledigt: Ein Waldplatz in der Nähe wurde von Hessen Forst bereits ins Auge gefasst und wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Und auch vonseiten der Verkehrsbehörde Hessen Mobil sind keine Einwände wegen der chronisch überlasteten B26 als Anfahrtsweg hinter der ehemaligen Kaserne zu erwarten – die zusätzliche Verkehrsbelastung wird als unproblematisch angesehen.

Dass es derzeit in den Waldkita-Gruppen bei Harpertshausen freie Plätze gebe, sei nicht auf mangelndes Interesse an dieser Art von Kinderbetreuung zurückzuführen, meinten sowohl Nicole Helfmann, Fachbereichsleiterin „Soziales & Familie“, als auch Bürgermeister Stadler. Einem entsprechenden Einwand aus den Reihen der Lokalpolitiker entgegneten sie, dass es auch am langen Fahrtweg liegen könnte. Eltern aus der Kernstadt würde es sich zweimal überlegen, ob sie jeden Tag zweimal nach Harpertshausen hin- und zurückfahren. (Norman Körtge)

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