Renee Bludau über Smartphones und ihren Plan B

Erfolgreiche Sängerin aus Babenhausen

Lebt ihren Traum als Sängerin: Renee Bludau aus Sickenhofen.
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Lebt ihren Traum als Sängerin: Renee Bludau aus Sickenhofen.

Mit ihren 19 Jahren kann Renee Bludau bereits auf eine eindrucksvolle Karriere als Sängerin blicken. Hundertausende haben die Lieder der Sickenhöferin bereits gestreamt. Zuletzt war sie für einen New Music Award eines Radiosenders nominiert. Ihr neues Lied heißt „Offline.“

Sickenhofen- .„Ich schalt‘ uns auf Offline. Und die Gefühle wieder an.“ Das ist der Refrain des Pop-Songs „Offline“. Interpretin ist die 19 Jahre alte Renee Bludau aus Sickenhofen. Der Radiosender You FM nominierte sie mit diesem Lied für den New Music Award, einen Preis für junge Musiker und Bands aus ganz Deutschland Auch wenn zwei andere Talente am Ende die Preise abgeräumt haben, legte die 19-Jährige bereits eine tolle Karriere hin. Mit 13 kam sie ins Halbfinale bei „The Voice Kids“, 2016 und 2018 hatte sie Auftritte bei den Finals der Tischtennisbundesliga und 2019 eine Stadiontournee mit den Ehrlich Brothers. Im Interview spricht sie über ihre Erlebnisse und über das, was noch kommen soll.

Renee, was bedeutet Singen für Sie?

Singen und Musik sind für mich eine Flucht aus dem Alltag. Eine eigene Welt, in die ich mich verkriechen kann, wenn mir der Alltagsstress zu viel wird. Quasi eine Art Ausgleich. Kurz gesagt: meine Leidenschaft.

Spielen Sie auch ein Instrument?

Nein, leider nicht.

Beim New Music Award hat es nicht geklappt. War es trotzdem schön, dabei gewesen zu sein?

Auf jeden Fall! Ich kann sagen, dass ich ein Teil dieses Awards war, und das können nicht viele. Das ist für mich bereits ein Gewinn, über den ich mich freue.

Haben Sie am Text des nominierten Songs „Offline“ mitgewirkt?

Nein. Was viele nicht wissen: ich texte gar nicht selbst. Auch dieser Song ist schon entstanden, bevor ich ihn kannte, und wurde komplett ohne meinen Einfluss geschrieben. Unter anderem von LEA. Bei mir hat es beim Reinhören aber direkte ‚Klick!‘ gemacht, und ich habe mich in die Message des Songs verliebt, weshalb ich ihn unbedingt singen wollte.

Es geht darum, dass man nicht immer auf sein Smartphone starren, sondern sich Zeit ohne Ablenkung füreinander nehmen soll. Klappt das bei Ihnen selbst? Oder schaffen Sie es zumindest seit dem Song etwas besser?

Ich gebe zu, dass ich sehr, sehr oft am Handy hänge. Zu oft. Gerade aus diesem Grund war es mir auch so wichtig, diese Message mit meinem Song zu teilen. Durch den Song achte ich tatsächlich darauf, das Handy auch mal beiseitezulegen und den Moment zu genießen.

Und das funktioniert wie?

Wenn man mit Familie oder Freunden unterwegs ist oder auch einfach nur zuhause chillt, sollte man das Handy einfach ausmachen oder es in einem anderen Raum oder der Tasche liegen lassen, sodass man gar nicht erst in Verlegenheit gerät, drauf zu schauen.

Das Lied ist wie gemacht für die Generation, die mit dem Smartphone aufgewachsen ist. Soll Ihre Musik generell eher junge Leute ansprechen?

Ich möchte am liebsten jeden Menschen mit meiner Musik ansprechen. Ich glaube aber, dass ich eher die jüngere Generation anspreche, da ich selbst dazugehöre, und meine Generation und deren „Probleme“ am besten verstehen kann.

Was hat Sie besonders geprägt in Ihrer Karriere?

Vor allem der Anfang während der Zeit bei „The Voice Kids“. Ich habe in dieser Zeit unfassbar viel an Selbstbewusstsein gewonnen und verstanden, dass es unwichtig ist, was andere draußen von meinen Entscheidungen halten. Ich habe einfach das gemacht, was ich für richtig empfunden habe. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich bin, und kann meinen Traum leben.

2019 unterschrieben Sie bei Ariola, dem führenden Label für modernen deutschen Pop. Was hat sich seitdem getan?

Ich habe viele neue, tolle Menschen kennenlernen dürfen. Viele neue Erfahrungen gesammelt und meine ersten eigenen Songs auf den Markt gebracht. Mein Lebenstraum. Ein unbeschreibliches Gefühl.

Die Ballade „Wärst du niemals geboren“ von 2019 wurde 250 000 mal gestreamt – ohne Promo und Marketingaktionen. Wie erklären Sie sich diesen Zuspruch?

Ich glaube, der Songtext lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen, weshalb sich viele Menschen damit identifizieren können.

Und wie viele Streams verzeichnet „Offline“ bisher?

Offline hat momentan etwa 190 000 Streams alleine auf Spotify. Auch ein großer Erfolg für mich.

Was gibt es sonst musikalisch Neues bei Ihnen?

Seit dem 20. November ist meine neue Single „Allein Sein“ überall zu hören. Ebenfalls ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Ich bin glücklich, diesen Song endlich mit der Welt teilen zu dürfen.

Ihre Lieder handeln von Liebe. Wie sieht es denn bei Ihnen aus, sind Sie in festen Händen?

Aktuell bin ich glücklich vergeben.

Was tut sie sonst so neben der Musik?

Mein zweites Hobby ist Handball. Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und werde jetzt im Sommersemester 2021 anfangen, Wirtschaftspsychologie zu studieren. Um einen Plan B zu haben, falls es mit der Musik nicht klappen sollte

Und wenn es doch klappt? Wie soll es musikalisch weitergehen?

Ich hoffe sehr, dass ich weiterhin meinen Traum als Sängerin leben darf. Mein neuer Song wird auf jeden Fall nicht der letzte sein, den es von mir zu hören gibt. Und ich hoffe, dass es bald wieder Live-Auftritte gibt, bei denen ich den Menschen meine Musik auf persönlicher Ebene übermitteln darf.  (zkn)

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