Etwas tun für die Älteren

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Ein Blick in die Versammlung: In Schaafheim wurde jetzt ein Verein ins Leben gerufen, der sich um die ältere Generation kümmert.

Schaafheim ‐ Bürgermeister Reinhold Hehmann hatte zur Gründung des „Fördervereins Seniorenhilfe Schaafheim“ in die Begegnungsstätte des Seniorenhauses Bethanien eingeladen - und viele kamen. Von der Idee der Förderung der Seniorenarbeit überzeugte er sofort 26 Gründungsmitglieder. Von Stefan Scharkopf

Den neuen Verein führen Hehmann und Tom Best vom Christlichen Sozialwerk. Der Verein wird sich in der Unterstützung in Form von Geld und Sachmitteln für das Seniorenhaus Bethanien, die Bethesda mobile Pflege - Sozialstation Schaafheim und die Seniorenarbeit in den Schaafheimer Vereinen betätigen.

Hehmann unterstrich sein Bestreben, vom Amtsantritt als Bürgermeister an, die Altenhilfestrukturen in der Gemeinde zu verbessern. Mit dem Christlichen Sozialwerk Harreshausen als Partner konnte 2008 das Seniorenhaus Bethanien und 2009 die Bethesda mobile Pflege als gemeinnützige Sozialstation eröffnet werden.

Jetzt können ältere Mitbürger aus Schaafheim in gewohnter Umgebung ihren Lebensabend verbringen“, so der Bürgermeister. Denn zurzeit ist ein Viertel der Bürgerschaft in Schaafheim über 60 Jahre alt, es gibt fast 400 über 80-Jährige. Der demographische Wandel schreite fort und benötige dringend bürgerliches Engagement. In Abstimmung mit dem Sozialwerk wurde bewusst festgelegt, dass der Förderverein nicht nur die Pflegeeinrichtungen fördert, sondern ebenso die vielfältige Seniorenarbeit in den Schaafheimer Vereinen und Gruppen unterstützen soll. Dies wurde von den anwesenden Vertretern der verschiedenen Organisationen wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Tom Best, Geschäftsführer des Christlichen Sozialwerks Harreshausen, stellte dann die beiden Einrichtungen kurz vor. Auch seine Frau, die als Geschäftsführerin das Seniorenhaus Bethanien leitet, und die Pflegedienstleitung der Bethesda mobilen Pflege, Regina Voge, waren anwesend und gehören zu den Gründungsmitgliedern.

Konkret wurde Best, als er zwei Beispiele aus der Finanzierung der Pflegeleistungen darstellte. „Jedem Anwesenden wurde klar, dass mit der staatlichen Unterstützung nur die nötigste Basisversorgung möglich ist, weitere Anstrengungen also unumgänglich sind“, so Best.

Er nannte konkrete Ideen zur Unterstützung der Altenarbeit. Da sind viele ehrenamtliche Mitarbeiter, denen man für ihren Einsatz die Fahrtkosten und das Material finanzieren kann. Zivildienstleistende und junge Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr leisten, werden durch Spenden finanziert, damit sie zusätzlich zum kassenfinanzierten Pflegepersonal eingesetzt werden können.

Auch Zuschüsse für Fahrten zu Wochen- und Weihnachtsmärkten, in den Park Schönbusch und weitere Ziele in der näheren Umgebung sind denkbar. Viele Senioren könnten sich eine Teilnahme nicht leisten, da sie nur über ein kleines Taschengeld verfügten.

Ebenso verdiene die Kooperation mit der Eichwaldschule Schaafheim die Unterstützung der Förderer. „Jede Unterstützung, auch in Anschaffungen, reduziert die Umlagen und hält somit die Pflegesätze niedrig“, so Tom Best abschließend.

Nach der Vorstellung eines Satzungsentwurfs des Vereins und einer Beitragsordnung durch Wolfgang Roth trugen sich 24 Personen und zwei Firmen als Gründungsmitglieder ein. Die Satzung und Beitragsordnung wurden einstimmig angenommen.

Unter der Leitung von Traugott Hartmann, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Sozialwerks, wurde folgender Vorstand weitgehend einstimmig gewählt: Bürgermeister Reinhold Hehmann ist Vorsitzender, sein Stellvertreter Tom Best. Zum Rechner wurde Harald Krämer, zum Schriftführer Wolfgang Roth gewählt. Zu Beisitzern wurden Otto Dillbahner, Roger Fleckenstein und Gerhart Welbers bestimmt. Die Kasse prüfen Michael Epah und Heiko Petry.

Hehmann betonte, dass nach dem Start nun das aktive Werben um Spenden und segensreiche Hilfe beginne. Der Vorstand werde den Verein beim Vereinsregister anmelden und sich beim Finanzamt um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit bemühen.

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