140 Kinder sind unter dem Motto „GoGreen“ mit dabei

Ferienspiele im Zeichen der Umwelt

Wimmelbild: Alle Kids und Betreuer samt städtischem Jugendpfleger Michael Spiel, dem Ersten Stadtrat Reinhard Rupprecht und Sozialpädagogin Lara Kresz.
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Wimmelbild: Alle Kids und Betreuer samt städtischem Jugendpfleger Michael Spiel, dem Ersten Stadtrat Reinhard Rupprecht und Sozialpädagogin Lara Kresz.

140 Kinder nehmen in diesem Jahr an den Ferienspielen in Babenhausen. Zwei Wochen lang wartet ein vielseitiges Programm auf die Kids.

Babenhausen – „Wo ist denn meine Gruppe?“ „Ich weiß die Nummer nicht.“ „Ach, da hinten!“ Die erste Aufgabe, formieren zum fröhlichen Gruppenbild, ist geschafft. Mit lebhaftem Gewimmel auf dem Fußballplatz starteten am Montagmorgen die Babenhäuser Ferienspiele in den letzten beiden Ferienwochen – dieses Jahr das erste Mal auf dem Gelände des TSV Langstadt, rund um Langstadts Markwaldhalle und in der Markwaldschule.

Noch ein Novum: Die Kinder dürfen im Gegensatz zu Harreshäuser Zeiten den heiligen Fußballrasen betreten. Organisator und Jugendpfleger Michael Spiehl ist erfreut.

Rund 140 Kinder bis 14 Jahre sind es im zweiten Corona-Jahr. Quasi eine Verdopplung zu den 74 Teilnehmern 2020, aber noch halb so viel wie vor der Pandemie. Was auffällt: „Diesen Sommer sind die Leute weniger unsicher und ängstlich, was das Handling der Hygieneregeln angeht. Es herrscht größeres Vertrauen und Routine, mit der Situation umzugehen“, findet Spiehl. Und so sollen die Spiele – natürlich bis auf Corona-Maßnahmen und vorher getestete Betreuer – relativ normal ablaufen. Auch drinnen, beim Tischtennis des gastgebenden TSV Langstadt zum Beispiel.

Um 9.30 Uhr trudelten die „Spahn & Roth“-Busse mit ihren jungen Fahrgästen ein. „Die Haltestellen in Babenhausen waren gut voll“, bemerkte Reinhard Rupprecht auf dem Weg zur Eröffnung, die er als Erster Stadtrat in Vertretung von Bürgermeister Dominik Stadler übernahm. Voll, aber nicht randvoll – denn viele Eltern ziehen wegen Corona doch das eigene Auto als tägliches Transportmittel vor. Eine freiwillige Vorsichtstat, um die vergangenes Jahr noch gebeten wurde. Masken sind Pflicht im Bus. Eine Testpflicht für die Kinder besteht nicht. Sechs der Busfahrer-Kids starten ihre Ferienfreizeit übrigens jeden Tag schon zwei Stunden vor allen anderen, früh betreut um 7.30 Uhr im Jugendzentrum der Kernstadt.

Zehn Gruppen gibt es. Zwei sind Zwergen-Teams für die 23 Jüngsten, die nach den Ferien erst eingeschult werden. 19 Betreuer, meist ältere Schüler aus Babenhausen, kümmern sich. Sozialpädagogin Lara Kresz, mit Spiehl zusammen die Leitung der neu eingerichteten Stabsstelle „Jugend, Sport und Kultur“, koordiniert das Ganze vor Ort. Im Gegensatz zu vor Corona läuft die Essensausgabe kontrolliert über zwei extra dafür geholte Leute, erzählt sie. „Nicht wie früher schnell, schnell mit Hilfe von sechs Betreuern.“ Zuständiges Catering-Unternehmen ist „Bantschow & Bantschow“ aus Groß-Umstadt.

Zwei unbeschwerte Wochen liegen vor den Kindern: sieben Stunden am Tag Ausflüge, Spiele und Spaß. Außer dem TSV Langstadt gibt es Aktionen vom Babenhäuser Bogen-Club, dem TV Babenhausen, dem Territorialmuseum des Heimat- und Geschichtsvereins, vom Tennisclub der Stadt Babenhausen selbst, der SG Rot-Weiss und der Freiwilligen Feuerwehr. Und auch der Naturschutzbund (Nabu) ist mit einer Aktion dabei. Der Nabu kommt dem Motto „GoGreen“ besonders entgegen, unter dem die Spiele dieses Jahr stehen. Ein Zeichen zum Schutz von Klima und Natur, das sich die Jugendförderung für alle Aktionen im Jahr 2021 auf die Fahnen geschrieben hat. Eine weit größere Aufgabe als die des Gruppenbildes. (zkn)

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