Mit Spannung und Hoffnungen erwartet:

Ferienspiele versprechen Kindern Kurzweil im Überfluss

+
Und los geht’s! Die Feriensiele der Stadt sind eröffnet.

Babenhausen - Kurzweil in rauhen Mengen versprechen die gestern von Bürgermeister Joachim Knoke eröffneten Ferienspiele. Und die Eltern begrüßen die Entlastung.

„10, 9, 8, 7, 6....“ – Als gestern Morgen um kurz vor 10 Uhr der Countdown zur Eröffnung der Ferienspiele am Sportzentrum in Harreshausen ertönt, liegen sowohl Erleichterung als auch Erwartung in der Luft. Erleichterung ist bei den mitgekommenen Eltern zu spüren, die ab sofort bei der Betreuung Entlastung erfahren. „Nach dem Urlaub waren wir als Beschäftigungsprogramm jeden Tag am See“, erzählt Claudia Schäfer (35). Auf Sohnemann Kevin (9), der zum ersten Mal die Spiele erlebt, trifft dagegen die besagte Erwartungshaltung zu. „Seit einer Woche ist er bereits aufgeregt“, weiß seine Mama.

Für ihn und 164 andere Kinder ist nun täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr Kurzweil im Überfluss geplant. Bürgermeister Knoke, der ebenfalls zur Eröffnung kam, sagte für die folgenden zwei Wochen eine mehr als unbeschwerte Zeit voraus. „Ihr werdet Spaß haben bis der Arzt kommt“, kündigte er an.

Dafür sollen auch 22 junge Betreuer sorgen. Die meisten sind Studenten oder frischgebackene Abiturienten. Sabrina Reitz (24) und Lukas Ankenbrand (25) studieren beide Lehramt. „Da wir schon an einer Schule arbeiten, sind wir höheren Lärmpegel gewohnt“, führen sie lachend an. Reitz ist bereits zum dritten Mal dabei. An ihrem Job schätzt sie vor allem die Aktivitäten, die Kinder und Betreuer gleichermaßen erleben. Dafür sorgen vor allen die Babenhäuser Vereine, darunter der Luftsport-, Tennis- und Bogenclub, die Wanderer, Angler und Handballer, der TV, die Feuerwehr oder auch die Geflügelzüchter. „Unsere Zusammenarbeit ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Die Vereine haben die Möglichkeit, sich jungen Menschen vorzustellen, die dabei vielleicht ein neues Hobby entdecken“, sagt Stadtjugendpfleger Michael Spiehl. Wie er ergänzt, haben einige Vereine die Ferienspiele schon in besonderer Weise für sich entdeckt. Dazu zählt der Heimat- und Geschichtsverein, der sonst ein nicht ganz so junges Publikum anzieht. Bei ihm heißt es am kommenden Montag „Abenteuer Geschichte“.

Mit 150 Kindern liegt die Ferienspielbeteiligung deutlich unter der möglichen Vollauslastung von 240 Teilnehmern. Grund ist vor allem die Beitragserhöhung vor zwei Jahren von 100 auf 150 Euro. „2017 waren es schon weniger Kinder, 2018 verzeichnen wir einen weiteren Schwund“, erläutert Spiehl. Der „kostendeckenden Planung“ fiel bereits der Ganztagesausflug zum Opfer. „Nun ist es unser Ziel, die Spiele wieder verstärkt in den Fokus der Eltern zu rücken“, sagt Michael Wagner von der Stadtjugendförderung. Das soll unter anderem über die sozialen Medien geschehen. Neben einem Caterer fürs Mittagessen kann das umfangreiche Unterhaltungsangebot mit einem eigenen Fahrdienst wuchern. Aus allen Stadtteilen holt und bringt ein Bus täglich die Kinder. Zum Service gehört auch der Transport zu den Vereinen.

Die notwendigen Sparmaßnahmen der Stadt werden zudem mit viel Engagement ausgeglichen. Zwar gibt es beim Schwimmbadtag kein Animationsteam mehr, das früher eine Disco-Party mit viel Musik und schwimmendem Gerätepark aufzog. Als Ausgleich treten nun die Schwimm-Abteilung des TV und Mitglieder der Jugendfeuerwehr an. Mit dem Spieleanhänger der Kinder- und Jugendförderung und den jüngsten Anschaffungen des Förderverein Freibad ist man sich sicher, dass die Kids auch ohne ein externes Bespaßungs-Team auf ihre Kosten kommen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare