Flutlichtmast kippt auf Fußballplatz

„Umgeknickt wie ein Strohhalm“

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Der umgeknickte Flutlichtmast auf dem Nebenplatz des SV Sickenhofen. Im Hintergrund der kaputte Ballfang. 

Sickenhofen - Alles andere als ein ruhiges Jubiläumsjahr verbringt der SV Sickenhofen im 60. Jahr nach seiner Gründung.

Zu Jahresbeginn suchte der Babenhäuser Stadtteil-Klub händeringend einen neuen Vorstand, hat sich nach mehreren vergeblichen Versuchen personell inzwischen wieder aufgestellt. Am Sonntag schlug der Sturm negativ ins Kontor: „Fabienne“ blies einen der Flutlicht-Masten aufs Spielfeld und sorgte auf dem SVS-Gelände für weitere Schäden.

Zwei Naturrasen-Großfelder gibt es auf dem Areal an der B26. Das Hauptfeld wird derzeit geschont und nach dem trockenen Sommer wieder aufgepäppelt. Es soll erst im nächsten Jahr wieder bespielt werden. Umso abhängiger sind die beiden Aktiventeams der Sickenhöfer (Kreisliga B und D) derzeit vom Nebenplatz, der auch eine Flutlicht-Anlage mit sechs Masten besitzt. Einer der Masten knickte am späten Sonntagnachmittag um und fiel auf den Rasen. Zu diesem Zeitpunkt war das B-Liga-Spiel zwischen dem SVS und dem GSV Gundernhausen (6:1) bereits beendet. „Der Schiedsrichter hat das Spiel normal zu Ende gebracht“, berichtet Sickenhofens Vorsitzender Christian Hockemeyer. „Rund 15 Minuten nach dem Abpfiff hat es richtig zu stürmen begonnen.“ Dann sei „anderthalb Minuten“ lang etwas übers Gelände gefegt, dass Hocke-meyer als „Orkan“ bezeichnet. „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Der Mast brach, ohne durchzubrechen, „er ist umgeknickt wie ein Strohhalm“. Der Ballfang auf der Westseite des Platzes fiel ebenfalls um „und ist nur noch Schrott“. Außerdem seien „schwere Tische wie Pappschachteln durch die Gegend geflogen“. Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer waren da längst in Sicherheit.

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Was bleibt, ist der materielle Schaden. „Der ist ärgerlich, weil die Sachen draußen komplett nicht versichert sind. Wir bleiben auf den Kosten sitzen.“ Deren Höhe vermag Hockemeyer derzeit noch nicht zu beziffern. „Die Aufräumarbeiten sind aber im Gange.“ Noch müsse untersucht werden, ob auch die anderen Flutlicht-Maste und die Elektronik Schaden genommen hätten.

Ist dies der Fall, könnte es auch zu Einschränkungen im Trainings- oder Spielbetrieb kommen. Das nächste Heimspiel gegen Viktoria Dieburg ist für kommenden Mittwoch, 3. Oktober, 15 Uhr, terminiert. „Auf jeden Fall trifft uns der Sturm wegen der Schäden heftig“, so Hockemeyer. „Ich kenne aber die Sickenhöfer – wenn’s drauf ankommt, halten sie zusammen und packen das gemeinsam an.“ (jd)

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