Ausschussmitglieder votieren für Sanierung des Kinderbereichs

Freibad: Planschen in neuem Becken

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Eine Saison muss das Kinderbecken noch halten, dann soll es erneuer werden. Zumindest ist das der Wunsch der Stadtverordneten.

Babenhausen - Der städtische Zuschuss für den Betrieb des Freibades – zuletzt 650.000 Euro – muss verringert werden. Darüber herrscht in der Lokalpolitik Einigkeit. Nun gibt es etliche Vorschläge: die Kosten reduzieren auf der einen, Attraktivität steigern auf der anderen Seite. Von Norman Körtge 

„Ein runder Tisch soll das weitere Vorgehen besprechen und abstimmungsfähige Beschlussvorlagen liefern. Die Ergebnisse sind bis spätestens 30. November der Stadtverordnetenversammlung vorzulegen“. So lautet ein Beschluss, den die Stadtverordnetenversammlung in ihrer August-Sitzung mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, Freien Wählen und FDP beschlossen hat. Die Mitglieder des runden Tischs – Lokalpolitiker, Mitglieder des Magistrats und der Stadtverwaltung sowie Vereinsvertreter – haben sich an die ehrgeizige Vorgabe gehalten und Ideen ausgearbeitet, wie denn das Freibad attraktiver und vor allem kostengünstiger betrieben werden könnte. Für die am Mittwochabend begonnene Sitzungsrunde, die mit den für Montag, 27., und Donnerstag, 30. November, terminierten Stadtverordnetenversammlungen endet, brachte Bürgermeister Joachim Knoke nun entsprechende Anträge ein.

Zunächst diskutiert und auch abgestimmt wurde ein Antrag der CDU-Fraktion, der die Erneuerung des bei der großen Schwimmbadsanierung außen vor gelassenen Kinderbeckens zum Thema hatte. Dieser sah in der Ursprungsfassung vor, das Kinderbecken bis zur Eröffnung im kommenden Jahr für 150.000 Euro zu sanieren. Dabei sollen die Becken flacher gestaltet werden, damit sie zukünftig nicht mehr wegen einer Tiefe von mehr als 65 Zentimetern als Nichtschwimmerbecken bewertet werden müssen. Für dieses müsse nämlich eine Aufsichtsperson abgestellt werden, heißt es in der Begründung des Antrages. Eine Erneuerung würde daher nachhaltig Einsparungen ergeben: weniger Wasser, weniger Heizkosten, Wegfall von Reparaturkosten und weniger Personal. Außerdem soll der Magistrat einen Antrag auf Förderung beim Land Hessen stellen.

Bürgermeister Knoke merkte zunächst an, dass der angegebene Zeitplan nicht zu halten sei. Frühestens zu Beginn der Badesaison 2019 könne das Becken fertiggestellt sein. Zum einen wegen der notwendigen Planung, zum anderen, weil der runde Tisch Baumaßnahmen während der Öffnungszeiten nicht gutheißt und damit frühestens im Herbst nächsten Jahres mit den Arbeiten begonnen werden könnte. Auf Vorschlag der FDP wurde zudem die Idee übernommen, die Investitionskosten hälftig zu teilen. So werden 75.000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt und 75.000 Euro als Verpflichtungsermächtigung für 2019.

Die in zahlreiche Anträge gegossenen Vorschläge und Idee des runden Tisches stehen ebenfalls zur Diskussion. So soll etwa ein verbessertes Marketing für mehr Badegäste sorgen. Dafür, so der Plan, werden Werbetafeln an den Durchfahrtsstraßen, an Kreiseln und Brücken aufgestellt. 3 000 Euro sind für diese Maßnahme veranschlagt und sollen in den kommenden Haushalt eingestellt werden.

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Darüber hinaus wird der Magistrat gebeten, eine Reihe an Möglichkeiten zu prüfen: Darunter, ob regelmäßig Schwimmkurse im Schwimmbad angeboten werden können und ob der Landkreis Bustransfers für Sportklassen zum Schwimmbad ermöglichen kann. Außerdem soll eruiert werden, ob das Verweilen unter den Warmwasserduschen, etwa durch Automaten, zeitlich begrenzt werden kann, um Kosten zu sparen. Der Magistrat möge auch prüfen, ob es Möglichkeiten zu einer wirtschaftlichen Installation von Solaranlagen zum Erwärmen des Badewassers gibt. Ebenso soll eine bessere Beschilderung der Ausweichparkplätze in Angriff genommen werden, da gerade in Spitzenzeiten ortsunkundige Besucher diese ansonsten nicht finden würden. Ebenso auf der Agenda ist eine Wiedereinführung des ermäßigten Abendtarifs ab 17 Uhr. Rückmeldungen von vielen Besuchern hätten ergeben, dass dieses Angebot gerade von Berufstätigen gewünscht sei.

Der eindeutige Wunsch des runden Tisches ist es auch, dass ein künftiges Betreibermodell sicherstellen soll, dass das Schwimmbad an allen Wochentagen geöffnet ist. Um Kosten zu sparen, könne in Erwägung gezogen werden, die Badesaison erst am zweiten oder dritten Sonntag im Mai zu eröffnen oder die Badesaison mit dem Ende der Sommerferien, spätestens Mitte August, zu beenden.

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