Niklas Albrecht gewinnt Einsichten und Erkenntnisse

FSJ-lers Projekt: Eintracht-Besuch

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Bei der Arbeit: Niklas Albrecht erledigt Botengänge gerne mit dem Dienstfahrrad.

Babenhausen – Niklas Albrecht ist der aktuelle FSJ-ler, er leistet also gerade im Jugendzentrum sein Freiwilliges Soziales Jahr ab. Er ist 18 Jahre alt und ihm gefällt sein momentaner Arbeitsbereich gut.

Er fühlt sich wohl im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, das ist praktisch die Voraussetzung für diese Stelle aber er mag auch die Büroarbeit. Am Schreibtisch und PC fühlt er sich so wohl, dass er nach Ende seiner FSJ-Zeit ab Sommer 2019 die Lehre zum Bürokaufmann beim Hessischen Rundfunk beginnen wird. „Seit 2011 haben wir immer einen FSJ-ler“, erzählt Lara Kresz, Sozialpädagogin im Jugendzentrum Babenhausen. Sie helfen den Sozialpädagogen bei ihrer Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. „Zu meinen Aufgabengebieten gehören die Unterstützung der Kollegen bei den Kinder- und Jugendtreffs, die Arbeit im Büro und die Mithilfe bei Ausflügen, Freizeiten oder Workshops“, so hat Albrecht sozusagen seine Stellenbeschreibung zusammengefasst.

Bis jetzt hatte der FSJ-ler auch immer einen Führerschein, Albrecht ist nun die Ausnahme von der Regel. Den Führerschein braucht der FSJ-ler weniger für Botengänge in der Stadt, die auch zu seinen Aufgaben gehören, sondern als Fahrer für Ausflüge und sonstige Freizeitaktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen. Deshalb ist Albrecht auch nicht immer dabei, er würde sonst unter Umständen einem Kind den Platz wegnehmen. Die Botengänge allerdings erledigt er mit seinem Dienstfahrrad wahrscheinlich genauso schnell wie mit dem Auto.

„Mir hat der Job bis jetzt großen Spaß gemacht“, sagt Albrecht, „die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern ist gut.“ Für ihn ist das Freiwillige Soziale Jahr eine Möglichkeit, sich darüber klar zu werden, welchen Beruf er ergreifen will. Seine Feuertaufe beim FSJ erhielt er mit den Ferienspielen. „Wer die zwei Wochen schafft, für den ist der Rest nicht mehr schwer“, lacht Kresz. Albrecht kannte die Ferienspiele schon, allerdings aus anderer Sicht. Früher war er selbst Teilnehmer. Und auch als Betreuer hatte er im Sommer so viel Spaß, dass er auch im nächsten Jahr noch einmal teilnehmen will bevor er seine Berufsausbildung beginnt.

Seine Aufgaben hat er detailliert aufgelistet, sie sind sehr unterschiedlich, unter Bürotätigkeiten hat er Werbematerial erstellen und verteilen, Pläne und Listen, zum Beispiel von Teilnehmern an Aktionen erfassen, aber auch Büro sauber halten, sowie Kaffee kochen aufgelistet. Im offenen Kindertreff malt oder bastelt er mit den Kindern, geht aber auch mal mit ihnen auf den Spielplatz. „Ich stelle das Programm zusammen“, sagt Kresz, „Niklas steht mir zur Seite.“

In jedem Jahr soll der FSJ-ler aber auch noch ein eigenes Projekt verwirklichen. Albrecht hat seines schnell gefunden. Er spielt in Hergershausen Fußball und will den Kindern und Jugendlichen jetzt einen verbilligten Besuch beim Spiel der Eintracht Frankfurt gegen den VFB Stuttgart, das voraussichtlich am letzten Märzwochenende 2019 steigen wird, ermöglichen. Er ist gerade bei der Organisation und stöhnt ein wenig, weil es gar nicht so einfach ist, von der Eintracht eine Antwort zu erhalten. Dennoch ist er optimistisch, hat aber auch für den Notfall einen Plan B in der Tasche. Sollte der Besuch bei den Adlern nicht klappen, wird er mit den Kindern und Jugendlichen in eine Soccer-Halle gehen.

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Kresz macht sich schon jetzt Gedanken um einen Nachfolger für Albrecht. Sie ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden, aber der nächste Sommer kommt bestimmt. Die Erfahrung der letzten Jahre ist allerdings, dass sich Bewerber für ein Freiwilliges Soziales Jahr immer später bewerben. Das macht für sie und ihre Kollegen die Planung schwierig. Niklas Albrecht wird zum 30. Juni 2019 ausscheiden.

„Wir erwarten Freude an der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, heißt es unter anderem in einer Ausschreibung der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Babenhausen.

Kresz wünscht sich nicht nur eine oder mehrere Bewerbungen bis zum 15. Februar, sondern auch wieder einen Bewerber mit Führerschein. Das ist bei Ausflügen einfach besser. Bewerben kann man sich schriftlich unter „Magistrat der Stadt Babenhausen - Kinder- und Jugendförderung, Jugendpfleger Michael Spiehl, Bürgermeister-Rühl-Straße in 64832 Babenhausen, unter Tel.: 06073/712149 oder unter der E-Mail jufoe@babenhausen.de. (zba)

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