Geschichte Revue passieren lassen

Spielefest zum 50. Geburtstag der Markwaldschule

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Die Kinder der 3. und 4. Klasse sangen zum 50. Geburtstag der Markwaldschule gemeinsam mit dem Ensemble Markwald-Chorios bei der Feierstunde.

Langstadt - Mit einer Feierstunde mit geladenen Gästen und einem anschließenden Spielefest für die ganze Schulgemeinde feierte die Markwaldschule ihr 50-jähriges Bestehen. Von Petra Grimm 

Entsprechend dem selbst gewählten Schulschwerpunkt „Ästhetische Bildung“ dominierten Musik und Gesang den offiziellen Teil. Die Dritt- und Viertklässler begeisterten mit mehreren Liedern, darunter das über die „Starken Kinder“, ebenso wie das Ensemble Markwald-Chorios, in dem sich Lehrer und ehemalige und aktuelle Eltern zusammengefunden haben. Sie zeigten sich stimmgewaltig, unter anderem mit „We shall overcome“ und einem Abba-Medley.

Das neue Spielgerät, das beim Fest offiziell eingeweiht wurde, fand gleich regen Anklang.

Auf diese Weise musikalisch eingebettet, gehörten Grußworte der Gäste natürlich auch zum Programm der Feierstunde, die stellvertretend für Schulleiterin Birgit Schulmeyer, die in Mutterschutz ist, von Lehrerin Anna Grof moderiert wurde. Sie ist seit 25 Jahren als Lehrerin an der Langstädter Grundschule im Einsatz und auch die dienstälteste Pädagogin der aktuell 84 Schüler und sieben Lehrkräfte zählenden Einrichtung.

Am 12. Oktober 1968 unter Schulleiter Ludwig Isfort eingeweiht, beheimatet die Grundschule seit 1970 auch die kleinen Harpertshäuser. Isfort folgten als Schulleiter im Jahre 1987 Hermann Trettow, ab 1999 Brigitte Lübow, die das heutige pädagogische Konzept begründet hat, und seit 2014 Birgit Schulmeyer. Die neu eingerichtete Stelle der Konrektorin wird in Kürze Jessica Hauck besetzen, die seit diesem Schuljahr bereits als Lehrerin an der Markwaldschule ist.

Die familiäre, kleine Schule mit dem musischen Schwerpunkt wurde 2011 ins Hessische Ganztagsprogramm aufgenommen und hat zur Zeit fünf Klassen, denn das zweite Schuljahr ist zweizügig und wird wegen der steigenden Schülerzahlen im Stadtteil wohl nicht das einzige bleiben. Ein Betreuungsverein, die „Rasselbande“ gehört ebenso wie ein rühriger Förderverein zur Schulfamilie.

Schuldezernent Dieter Eitel erinnerte bei seiner Gratulation an den Vorstoß der Landesregierung im Jahr 2012, kleine Schulen zu Verbundschulen zusammenzulegen. Das habe sich nicht durchsetzen können. Er informierte darüber, dass während Schulmeyers Abwesenheit, voraussichtlich bis April kommenden Jahres, Sylvia Kraffczyk, die Leiterin der Hergershäuser Bachwiesenschule, dem Langstädter Kollegium mit Rat und Tat zur Seite stehen werde.

„Hier wird eine tolle Arbeit gemacht. An dieser Schule wurde der Grundstein dafür gelegt, dass mein Sohn Abitur machen konnte“, sagte Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, die auch im Namen des Kreisausschusses und des Landrats gratulierte und sehr persönliche Worte fand. Sie betonte die oft vernachlässigte Bedeutung frühkindlicher Förderung: „Grundschulen stehen zu wenig im Rampenlicht der Bildung. In ihnen wird wichtige Arbeit für die spätere Entwicklung geleistet“. Erster Stadtrat Reinhard Rupprecht sicherte der Schule auch weiterhin die volle Unterstützung der Stadt zu und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger.

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Dass das Geburtstagskind aus dem dörflichen Leben nicht wegzudenken ist, betonte Ortsvorsteher Günther Eckert, dessen Kinder und inzwischen auch ein Enkel an der Markwaldschule das ABC gelernt haben. „Seniorennachmittag ohne Auftritte der Markwaldschüler sind doch gar nicht mehr denkbar“. Er lobte die Öffnung der Schule und erwähnte die Zusammenarbeit mit dem Gesangverein Liederkranz in Form eines gemeinsamen Kinderchores. Mit dem TSV Langstadt läuft eine sportliche Kooperation in Sachen Tischtennis. Siegmar Nadolny überbrachte die Grüße der katholischen St. Josef Gemeinde und der evangelische Pfarrer Philip Messner gratulierte ebenso wie die Vorsitzende der Rasselbande, Anja Mener, eine ehemalige Schülerin. Michele Ridente, der Vorsitzende des Fördervereins, gratulierte nicht nur, sondern weihte gemeinsam mit dem kleinen Ruiten Wang, der das Band zerschneiden durfte, das neue Spielgerät auf dem Pausenhof ein, zu dessen Gesamtkosten von 7000 Euro der Förderverein 5000 Euro beigesteuert hat. Begeistert nahmen die Kinder beim anschließenden Spielefest die Neuanschaffung in Beschlag.

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