Maskenpflicht

Corona-Krise: Maritime Masken aus Hightech-Mikrofaser 

Zum Beispiel eine Kompassrose (links) ziert Mund- und Nasenmasken, die in der „No Fish“-Manufaktur in Harreshausen aus einem Hightech-Mikrofaserstoff geschneidert werden.
+
Zum Beispiel eine Kompassrose (links) ziert Mund- und Nasenmasken, die in der „No Fish“-Manufaktur in Harreshausen aus einem Hightech-Mikrofaserstoff geschneidert werden.

Ab Montag herrscht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht. Eine kleine Taschenmanufaktur in Harreshausen hat die Produktion umgestellt, um modischen Mund- und Nasenschutz herzustellen. 

Babenhausen – Taschen, Rucksäcke, Etuis oder Geldbörsen aus gebrauchten Segeln – schon seit fast 20 Jahren werden in Harreshausen modische und im Alltag nutzbare Accessoires mit maritimen Flair unter der Marke „No Fish“ („Kein Fisch“) hergestellt. „In gewisser Weise habe ich damit meine Leidenschaft – das Segeln – und meinen Beruf zusammengeführt“, berichtet Inhaber Stefan Junge, der zusammen mit seiner Frau Regina hinter dem Label steht. Zuvor hatte Junge ein Lederwarengeschäft im Frankfurter Hessen-Center.

Seit 2001 werden die eingekauften, gebrauchten Segeltücher an der Gersprenzstraße im kleinen Babenhäuser Stadtteil zu Taschen genäht. Prägend bei den handgefertigten Unikaten ist unter anderem die markante Zick-Zack-Naht. Vertrieben werden die Kollektionen über einen eigenen Onlineshop, aber auch diverse Händler haben die Harreshäuser Produkte im Sortiment. Vornehmlich aus der Segelbranche.

Die Coronavirus-Pandemie hat allerdings auch „No Fish“ wirtschaftlich zu spüren bekommen. Und die Not hat auch hier erfinderisch gemacht. Um dem insgesamt neun Arbeitsplätze bietendem Unternehmen, darunter Teilzeitkräfte, den Fortbestand zu sichern, laufen seit ein paar Tagen die Nähmaschinen wieder auf Hochtouren. Produziert werden modische Mund- und Nasenmasken. „Wir haben lange recherchiert und einen geeigneten Hightech-Mikrofaserstoff gefunden, der allen Ansprüchen gerecht wird, waschbar und wiederverwendbar ist“, berichtet Regina Junge. Dabei handelt es sich um eine antimikrobielle Hightech-Faser, die in Deutschland produziert wird. „Mehr Made in Germany geht nicht“, fasst Regina Junge den gesamten Produktionsprozess vom Stoff bis zur Fertigung in Harreshausen zusammen. Die in den Stoff eingeschmolzenen Silberionen sollen das Wachstum von Mikroorganismen verhindern und wirken zusätzlich einer Geruchsentwicklung entgegen. In der Produktbeschreibung heißt es weiter: „Durch eine extrem dichte Stricktechnik des Stoffs und unsere zwei-lagige Verarbeitung erhält man eine sehr gute Filterleistung. Der unglaublich angenehm weiche, elastische, superfein gewebte Stoff schmiegt sich gut an, kratzt nicht und ist extrem hautverträglich. Auch nimmt die Faser kaum Feuchtigkeit auf und trocknet aufgrund der Kapillarwirkung der Mikrofaser extrem schnell.“

Die Masken können mit – Anker, Kompassrose, Kompassrose Hand, Haifisch, Säbelpirat oder Leuchtturm – und ohne Aufdruck geliefert werden. Und die maritimen Masken kommen offensichtlich gut an. In der Woche nach Ostern ist die Maskenproduktion in Harreshausen aufgenommen worden. Mehr als 300 Stück sind bereits verschickt worden, berichtet Regina Junge.

Von Norman Körtge

An der Bachgauschule in Babenhausen wurde eine Schülerin positiv auf das Corona-Virus getestet. Jetzt wird begonnen, alle Mitschüler und Lehrer zu testen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare