Hohe Erwartungen in FSJ-Kraft

Freiwilligendienst soll Entlastung der Jugendfeuerwehr-Betreuer bringen

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Bei der großen Abschlussübung der Babenhäuser Feuerwehr im Oktober vergangenen Jahres zeigte auch die Jugendfeuerwehr ihr Können. Schwerpunktmäßig zur Unterstützung der Nachwuchsarbeit wird der Inhaber der FSJ-Stelle im Einsatz sein.

Das Stadtparlament hat für die Einrichtung einer FSJ-Stelle bei der Freiwilligen Feuerwehr grünes Licht gegeben.

Babenhausen – Der Aufgabenschwerpunkt in diesem freiwilligen sozialen Jahr wird in der Entlastung der Jugendfeuerwehr-Betreuer liegen, so Stadtbrandinspektor Achim Frankenberger, der ausdrücklich auch Frauen auffordert, sich für die Stelle zu bewerben, die am 1. September besetzt und in den kommenden Tagen von der Landesfeuerwehrschule ausgeschrieben wird.

Die Unterstützung der Kinderfeuerwehr-Teams und der drei hauptamtlichen Gerätewarte wären weitere sinnvolle Aufgaben für den FSJler, der für alle fünf Feuerwehren des Stadtgebietes zuständig sein wird, sagte der Stadtbrandinspektor: „Je nachdem was der Stelleninhaber für pädagogische Fähigkeiten hat, könnte er die Jugendbetreuer beim Unterrichten unterstützen oder auch bei der Brandschutzerziehung in den Schulen und Kindergärten zur Hand gehen. Zur Entlastung der Gerätewarte könnte er beispielsweise die Geräte, die ab und zu getestet werden müssen, mal laufen lassen oder die Fahrzeuge mit den Schläuchen befüllen“.

Prüftätigkeiten an den Gerätschaften seien allerdings ausgeschlossen, betont Frankenberger: „Denn dafür ist eine spezielle Ausbildung nötig und das absolute Vertrauen der Feuerwehrleute, deren Leben im Ernstfall vom Funktionieren der Geräte abhängt“.

Ausgeschrieben und koordiniert wird die Stelle von der Landesfeuerwehrschule, wo der FSJler auch einen Grundlehrgang machen soll und so zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau ausgebildet wird. Im Idealfall könne der Freiwillige dann nach seiner Ausbildung die Tagesalarmstärke der Babenhäuser Truppe erhöhen, indem er tagsüber bei kleineren Einsätzen mitfährt, so Frankenberger: „Beispielsweise wenn eine Ölspur auf der Straße zu beseitigen ist, könnte er einen der Gerätewarte beim Einsatz ersetzen.“

In der Landesfeuerwehrschule sitzt auch der Ansprechpartner für den Stelleninhaber. Insgesamt fünf FSJler gibt es laut Frankenberger bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Darmstadt-Dieburg. „Hessen war eigentlich der Erfinder der FSJ-Stellen bei der Feuerwehr, deshalb laufen die Fäden auch an der Landesfeuerwehrschule zusammen“, so der Stadtbrandinspektor. Er hofft, dass mit der Stelle für den Freiwilligen nicht nur die eigenen Leute entlastet werden, sondern vielleicht auch ein neues Mitglied für die Einsatzabteilung gewonnen wird, also dass der FSJler „mit dem Virus Feuerwehr infiziert wird und auch nach seinem freiwilligen sozialen Jahr dabei bleibt“.

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Die Idee für diese Stelle ist aus dem Arbeitskreis „Anreiz Ehrenamt“ gekommen, in dem Feuerwehrleute, Kommunalpolitiker und Angestellte der städtischen Verwaltung gemeinsam an einer Verbesserung der Situation der ehrenamtlichen Brandschützer in Babenhausen arbeiten und sich vor allem mit Fragen rund um die Mitgliederwerbung beschäftigen.

Auch Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Kunkel freut sich schon über die Verstärkung ab September. „Vor allem für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts oder auch der Ausflüge fallen ja sehr viele Stunden an. Da könnten wir gut noch jemanden gebrauchen. Auch zur Unterstützung der Kinderfeuerwehr, deren Gruppenstunden ja eher am frühen Nachmittag sind, wäre eine FSJ-Stelle hilfreich“, so der Hergershäuser.

Kunkel erhofft sich auch positive Impulse und neue kreative Ideen für die wichtige Nachwuchsarbeit, da „der FSJler ja Einblicke in die Jugendarbeit und allgemein die Feuerwehrarbeit in den verschiedenen Stadtteilen haben wird“.

Von Petra Grimm

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