Kindergartenkinder und Grundschüler im Mini-Mathematikum

Entdeckerlust und Fantasie fördern

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Die Seifenblasen haben es den Kindern des Langstädter Regenbogenlandes angetan.

Groß-Umstadt/Babenhausen - Etwa 60 Kindertagesstätten und Schulen aus dem Altkreis haben die Einladung der Sparkasse Dieburg angenommen, die Wanderausstellung Mini-Mathematikum im Forum S der Hauptstelle in Groß-Umstadt zu besuchen.

Mit zwölf Kindern ist der Kindergarten Regenbogenland aus Langstadt nach Groß-Umstadt gefahren, um das Mini-Mathematikum in der Hauptstelle der Sparkasse Dieburg zu erleben. Insgesamt etwa 60 Kitas und Schulen haben sich dafür angemeldet. Neben der Kita Regenbogenland sind es auch die Bachwiesenschule mit 44 Kindern, die Schule im Kirchgarten mit 46 Kindern und die evangelische Kita Babenhausen mit 20 Kindern.

„Wir waren schon öfter hier, allerdings immer mit anderen Kindern“, sagt Erzieher Oliver Broßat vom Regenbogenland. Für den diesjährigen Besuch wurden die Schulkinder, also die ältesten Kinder der Einrichtung, ausgesucht. „Das ist einfach was ganz Besonderes für die Vorschulkinder“, sagt Broßat und deutet auf die Kleinen, die sich das Mini-Mathematikum mit Kindern aus Groß-Zimmern und Münster teilen. Manche der Kinder sind ganz versunken in eine Aufgabe, andere sausen eher hin und her und schnuppern nur kurz in verschiedene Stationen herein.

Gerade halten sich einige Kinder bei der Station „wunderbare Seifenhäute“ auf. Sie tauchen einen Würfel oder einen Tetraeder in Seifenwasser und versuchen Seifenblasen zu erzeugen, so wie sie das gewohnt sind. Allerdings geht es eher darum, die durch die Seifenhaut entstandenen Formen in den Würfeln zu betrachten. Regelmäßig ein Renner ist die Station mit der Riesenseifenhaut. Da stehen die Kinder in einem mit Seifenwasser gefüllten Ring. Ziehen sie nun einen weiteren Ring ganz langsam empor, dann stehen sie im besten Fall in einer riesigen Seifenblase.

Das Mini-Mathematikum stammt aus dem großen Mathematikum in Gießen und soll den Kindern die Mathematik aber auch die Physik mal anders nahe bringen. „In Wahrheit heißt Mathematik: Entdecken, Erforschen, Erleben“, heißt es im Begleitheft, das jede Einrichtung bekommt. „Mathematik bedeutet immer: selber machen. Die wichtigsten mathematischen Tugenden sind Neugier, Entdeckerlust und Fantasie.“ Das alles erproben die Kinder bei ihrem Besuch in der Sparkasse, sei es mit geometrischen Formen, die zusammengelegt werden müssen, oder der kleinen Stadt, die aus Bauklötzen aufgebaut werden kann.

Ersetzt digitales Lernen den Hörsaal?

„Die Aufgaben sind zum Teil recht anspruchsvoll“, sagt Broßat, aber Logik oder Zahlenverständnis zu üben, damit könne man gar nicht früh genug beginnen. Die Denkfähigkeit werde angeregt und die Kinder würden vor Probleme gestellt, die sie meist, manchmal allerdings auch nur mit Hilfe, lösen könnten. Den Kindern ist die Begeisterung über diese ganz neuen Aufgaben in so ganz anderen Formen anzusehen und langweilen tut sich ganz sichtlich keines von ihnen.

Die Langstädter sind mit ihren Erziehern mit dem Zug nach Groß-Umstadt gekommen. In dem Babenhäuser Stadtteil ist der Bahnhof nicht weit entfernt von der Kita und vom Bahnhof Groß-Umstadt ist es auch nur ein Katzensprung zur Sparkasse. „Für die meisten Kinder unserer Kita ist schon alleine die Zugfahrt ein Ereignis, auf das sie sich schon im Vorfeld freuen“, weiß Broßat: „Wer fährt den heute noch mit Kindern im Zug?“ (zba)

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