Spindelsträucher befallen

Kleine Raupen mit viel Hunger

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Dieser Spindelstrauch in den Hergershäuser Wiesen musste den Ansturm vieler Pfaffenhütchen-Gespinstmotten über sich ergehen lassen, aber er wird nach dem Kahlfraß wieder neue Blätter bilden.

Babenhausen - Den Spindelstrauch, im Volksmund wegen des Aussehens seiner Früchte auch Pfaffenhütchen genannt, findet man häufig in den Wiesen und an Waldrändern in den Gersprenzauen.

Der Strauch ist eher unscheinbar und bildet dichte Büsche, steht aber auch oft in Einzelstellung an Wegrändern. Einzelne Exemplare können bis zu sechs Metern groß werden und gedeihen am besten auf kalkhaltigen Böden.

Er bildet im Juni und Juli kleine weiße Blüten, wenn nicht Ende Mai die Raupen der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte die Pflanze überfallen würden. Der Nachtfalter legt seine Eier an den Gewächsen ab und von Mai bis Juni fressen die Raupen am liebsten die Rinde der weitverzweigten Staude. Dabei bilden sie feine, weitläufige Gespinste und überziehen die Büsche mit einem Mottennetz, das den ganzen Strauch entblättern kann. Anders als beim Buchsbaum treibt das Pfaffenhütchen aber wieder neu aus, auch wenn es kahl gefressen wurde.

Nach der Fressorgie verpuppen sich die Raupen in dem weißen Gespinst und nach zirka zwei Wochen schlüpfen die Falter und beginnen ein neues Insektenleben. (zwk)

Von der Raupe zum Distelfalter

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