An Schumann-Schule

Lehrer lernen Handball zu lehren

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Das Team Handball der Joachim-Schumann-Schule lernte vom Landestrainer des Hessischen Handball-Verbandes, Rastislav Jedinak, wie man diesen Sport in der Schule vermittelt.

Babenhausen - „Handball in der Schule – auf jeden Fall“: Die Zentrale Fortbildungseinrichtung für Sportlehrkräfte des Landes (ZFS) und der Hessische Handball-Verband zeigen in Babenhausen in Kooperation mit dem Team Handball der Joachim-Schumann-Schule und den Löwen der SG Rot-Weiss Babenhausen Lehrkräften, wie das gelingt.

Mit Rastislav Jedinak konnte die ZFS den Landestrainer des Hessischen Handball-Verbandes für eine sehr kurzweilige Fortbildung gewinnen: Wir vermittelt man an Schulen Handball? Dabei orientierte er sich an der zentralen Frage, wie das Spiel mit dem kleinen Ball in der Hand im Sportunterricht gelingt, wenn die Rahmenbedingungen eher ungünstig sind und Lehrer gegebenenfalls selbst kaum Erfahrungen im Unterrichten des Handballspielens haben.

Das weitere Augenmerk lag auf den Möglichkeiten zur Differenzierung, mit denen heterogene Gruppen in Übungen und Spielen zu integrieren sind. Organisatorisch unterstützt wurde er am Seminartag von Jan Willand, Handballkoordinator der JSS und Vereinstrainer bei den Löwen in Babenhausen.

In einem gemeinsamen Gespräch zu Beginn bestätigten alle der teilnehmenden Pädagogen, die Herausforderung zu kennen, sich mit bis zu 30 Schülern in einer kleinen Halle zu bewegen und dabei das Handballspiel zu vermitteln. Neben dem vermeintlich fehlenden Raum wurden als weitere Schwierigkeiten auch das komplexe Regelwerk, die anspruchsvolle Technik und Taktik und der Körperkontakt angeführt. Und wie bei allen Teamsportarten gilt es, die Verschiedenartigkeit der Leistungen der Klassen zu berücksichtigen.

Und genau da setzte Jedinak in der Theoriephase an. Über die Rolle des Handballs im Sportunterricht spannte er den Bogen seiner Ausführungen von den Leitlinien im Kinderhandball (Spielfreude, ganzheitliche Entwicklung und persönliche Potentiale ausschöpfen) über die Zielsetzungen (vielseitige motorische Ausbildung, fördern und fordern, Faszination des Spiels vermitteln) bis zu den Grundlagen des Handballspiels und der motorischen Vielseitigkeit und gelangte so zur Vermittlung des Handballspiels. Er gab praktische Tipps zur methodischen Umsetzung und erarbeitete anschließend im Praxisteil in der Willy-Willand-Halle mit den Teilnehmern eine Übungssammlung, die für jeden direkt in den eigenen Unterricht umsetzbar ist.

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Als weiterer Baustein für den Unterricht stand im dritten Teil der Fortbildung Goalcha-Street-Handball im Mittelpunkt. Durch den Schwerpunkt auf Bewegung, Freude am Spiel und guten Erfahrungen für alle Mitspielenden ist diese Handballform extrem attraktiv für Schulen, nicht nur im Einsatz im Unterricht, sondern auch in der „bewegten Pause“.

Jedinak stellte einige kreative Übungen zum Ballhandling und Spielformen vor und ließ sie von den Lehrkräften erproben. Das taten diese auch mit sichtbaren Spaß am Handballspiel.

Zum Abschluss einer gelungen Veranstaltung viel das Fazit der Teilnehmer einhellig aus: Handball macht unglaublich viel Spaß und ist auch in kleinen Hallen sehr gut umzusetzen. Und genau das haben sie sich für das kommende Schuljahr fest vorgenommen. (tm)

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