Trotz Corona-Lockerungen

Lebensmittelabgabe in Babenhausen unter erschwerten Bedingungen

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Die Hygienevorschriften werden bei den Mitarbeitern des „LebensMittelPunktes“ penibel eingehalten.

Im „LebensMittelPunkt“ wird nicht verkaufte Ware abgeholt. Aktuell ist die Arbeit schwieriger als sonst.

Babenhausen – Jeden Tag werden vom „LebensMittelPunkt“ (LMP) bei vielen Geschäften in und um Babenhausen nicht verkaufte, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst von den Geschäften vernichtet werden, abgeholt. Und bis auf eine durch die Pandemie bedingte Pause versuchen die Verantwortlichen, dies auch weiter aufrecht zu erhalten. Unserer Zeitung berichten sie, unter welch Aufwand der Betrieb weiter läuft, um durch Abgabe eingesammelter Lebensmittel gegen geringe Gebühr an Bedürftige größeres Leid zu vermeiden.

Vom 17. März bis zum 19. April war der LMP geschlossen, aber nicht untätig. Während dieser Zeit beschäftigte sich der Vorstand in Telefonkonferenzen mit dem Entwurf von Ideen, wie die Ausgabe von Lebensmitteln ohne erhöhte Infektionsgefahr realisiert werden kann. Die gefundenen Lösungsschritte ermöglichten die Wiederaufnahme von Warenabholung und -ausgabe. Dabei galt: Alle Beteiligten sind vor Ansteckungsgefahr zu schützen.

Dies erforderte zahlreiche Vorbereitungen. Alle Fahrer des Kühlwagens sind durch eine Trennwand zu schützen; Fahrer und Helfer tragen Mund- Nasenschutz; der Mindestabstand ist von den Kunden einzuhalten. Letzteres hat zur Folge, dass der Einkaufsladen und das zugehörige Café für Kunden nicht zugänglich sein dürfen.

Der Tagesablauf wird nun nach strengem Regelwerk umgesetzt:. Abholung der Waren aus den Abgabemärkten mit dem Kühlauto. Fahrer und Beifahrer sind durch eine Plexiglasscheibe voneinander getrennt und tragen Mund-Nasenschutz.

Auch mit Masken stehen die Mitarbeiter des LebensMittelPunkt bereit.

Das Entladen der Ware in den Vorbereitungsbereich des LMP geschieht am Hintereingang, wobei die Helfer die Produkte in ihre verschiedenen Warengruppen sortieren. Es folgt das Beschicken der Einkaufstüten. Die Ausgabe der Waren in Kunststoffkörben mit anschließendem Umpacken in Einkaufstaschen ist eingestellt. Die Kunden erhalten große Papiertüten voller nach Verfügbarkeit geordneter Ware, allerdings auch nach Glaubensrichtung der Kunden – kein Schweinefleisch für Muslime – sortiert.

Die Abgabe der Ware erfolgt im gewohnten System: Kundenkarte vorzeigen, Tüten bezahlen und in Empfang nehmen, doch dies nun vor dem Hintereingang des LMP. Die Kunden verbringen die Wartezeit auf der Straße Im Fronhof. Bisher gab es keine einzige Beschwerde, im Gegenteil: Die Kunden verleihen ihrer Freude über die Wiedereröffnung Ausdruck.

Die Zahl der Kunden ist zurückgegangen, steigt jedoch. Im Ablauf des Einkaufs wird das Versammlungsverbot beachtet, es bilden sich keine Gruppen oder Grüppchen. Der Ablauf unter freiem Himmel ist problemlos. Solange er möglich ist, wird er beibehalten. Im Interesse der Kunden würden sich der LMP freuen, wenn sie bald zur bewährten Praxis zurückkehren könnten.

Die Wiedereröffnung auch unter den erschwerten Bedingungen freut die Helfer, „denn es tut gut, Freude in den Gesichtern gegenüber zu sehen“. tm

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