City-Konjunkturprogramm

Nach Sanierung: Europa-Haus erstrahlt in neuem Glanz

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Neues Entree in der Nürnberger Straße: Die Fassade des Europa-Hauses wurde saniert.

„Das Europa-Haus, so wie es sich heute präsentiert, ist ein Paradebeispiel dafür, was wir mit dem City-Konjunkturprogramm (CKP) erreichen wollten.“

  • Europa-Haus in Hanau saniert
  • Fassade erstrahlt in neuem Glanz
  • Sanierung ist das 60. CKP-Projekt

Hanau – Hanaus Stadtentwickler Martin Bieberle freut sich, dass nach der abgeschlossenen Fassadensanierung ein Gebäude an prominenter Stelle am Eingang der Nürnberger Straße in neuem Glanz erstrahlt und damit dem Entree zur City ein neues Image verleiht.

Europa-Haus in Hanau saniert: Renovierung ist 60. CKP-Projekt

Mit der einst als „Europa Möbel Haus“ genutzten Immobilie konnte das 60. CKP-Projekt dieser Tage abgeschlossen werden. Florian Belk, Miteigentümer des Hochhauses und Enkel des einstigen Bauherrn, sagte, ihm sei wichtig gewesen, mit der zeitgemäßen Gestaltung an die Historie des Gebäudes anzuknüpfen, das für viele Hanauer mit Erinnerungen verbunden ist. Er hofft, dass sein Beispiel Schule macht und andere Immobilienbesitzer in der Nachbarschaft animiert, selbst aktiv zu werden und das CKP zu nutzen, um in die Jahre gekommene Fassaden zu erneuern.

Laut Stadtentwickler Bieberle habe in der Langstraße genau dieser Effekt eingesetzt, nachdem die ersten CKP-Projekte verwirklicht wurden. Auch die Rosenstraße und Hammerstraße hätten von der Strahlkraft einzelner Leuchtturmprojekte profitieren können, die die Investitionsbereitschaft der Eigentümer und Gewerbetreibenden so weit erhöht hätten, dass sich dies in konkreten Vorhaben zur Aufwertung der Innenstadt niedergeschlagen habe.

Europa-Haus in Hanau saniert: CKP soll Qualität der Stadt stärken

Die Qualität der Innenstadt zu stärken und weiterzuentwickeln, ist erklärtes Ziel des CKP-Förderprogramms, das mit Unterstützung der ProjektStadt eigens für Hanau konzipiert wurde. Ursprünglich 2009 im Zuge des Städtebauförderprogramms „Aktive Kernbereiche“, das 2020 in „Lebendige Zentren“ umbenannt wurde, auf den Weg gebracht, hat sich das Konzept als erfolgreich erwiesen, als es darum ging, auch die Bestandsbauten in die Neugestaltung der Innenstadt-Bereiche einzubeziehen. Das Besondere an der Konzeption war, dass es erstmals möglich wurde, öffentliche Mittel, die sich aus Bund-Länder-Zuschüssen des Programms „Lebendige Zentren“ und städtischen Geldern zusammensetzen, in nennenswerter Höhe in private Maßnahmen zur Sanierung von Außenfassaden fließen zu lassen.

Im vergangenen November hat der Magistrat beschlossen, das erfolgreiche City-Konjunkturprogramm (CKP) für drei weitere Jahre bis 2022 zu verlängern.

Europa-Haus in Hanau hat neue Fassade: Mit CKP „landesweit einen Namen gemacht“

„Die Brüder-Grimm-Stadt hat sich mit dem City-Konjunkturprogramm in Fachkreisen inzwischen landesweit einen Namen gemacht“, sagt Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin des Bereichs Integrierte Stadtentwicklung der ProjektStadt, bei der offiziellen Abnahme der 60. Maßnahme, „denn damit ist der Spagat gelungen, private Investitionen in der Innenstadt mit öffentlichen Mitteln genau dort zu fördern, wo positive Veränderungen die Attraktivität der bestehenden Geschäfts- und Einkaufslagen steigern und die Einkaufsatmosphäre aufwerten“. Weitere Kommunen zeigten bereits Interesse, das Konzept zu übernehmen.

Bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten für die Fassadenverschönerung können Immobilienbesitzer aus dem City-Konjunkturprogramm erhalten. Bedingung ist, dass das Fassadengestaltungsleitbild und die Richtlinie zum CKP der Stadt beachtet werden. Besser als beim CKP ließen sich kommunale Mittel kaum investieren, hebt Oberbürgermeister Kaminsky die positiven Auswirkungen des CKP hervor, das zu gleichen Teilen von der Stadt und aus Mitteln von Bund und Land gespeist wird.

Seit dem Start 2011 wurden Fördermittel in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro eingesetzt. Diesen standen Gesamtinvestitionen von 11,6 Millionen Euro gegenüber. „Lohnender lassen sich Zuschüsse kaum einsetzen“, sagt OB Kaminsky. 

cs

Die Stadt Hanau will die Lebensqualität in der Stadt verbessern: Mittlerweile sind 64 Prozent der Bushaltestellen in Hanau über die vergangenen Jahre barrierefrei ausgebaut worden. Um herumliegenden Hundekot, Zigarettenkippen und illegalen Müll besser entgegenzuwirken, erhöht die Stadt Hanau die Bußgelder um bis zu 125 Prozent.

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