Noch mehr Barrierefreiheit beim Busfahren

Start des Ausbaus von vier weiteren Haltestellen in Babenhausen

Für mehr Barrierefreiheit an Bushaltestellen gibt es vorübergehend Behinderungen für den Verkehr in der Jürgen-Schumann-Straße.
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Für mehr Barrierefreiheit an Bushaltestellen gibt es vorübergehend Behinderungen für den Verkehr in der Jürgen-Schumann-Straße.

Im Babenhäuser Stadtgebiet gibt es 51 Bushaltestellen, von denen elf aktuell barrierefrei ausgebaut sind. Nun kommen vier weitere hinzu.

Babenhausen –Das Behindertengleichstellungsgesetz wird auch konkretisiert durch das Personenförderungsgesetz. Es beschreibt das Ziel, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs eine möglichst weitgehende Barrierefreiheit zu erreichen.

Barrierefrei ausgebaut heißt, sie sind mit höheren, sogenannten Sonderbordsteinen ausgestattet, die die Stufe oder einen großen Spalt zwischen Gehweg und Bus verringern. Das erleichtert den Zugang für behinderte oder anderweitig gehandikapte Menschen. Im Idealzustand wird der Sonderbord ergänzt durch sogenannte taktile Leitelemente, das sind Rippen- und Noppenplatten, die durch Farbgebung, Kontrast und tastbares Profil Sehbehinderten und Blinden Orientierung bieten.

Neun Kommunen im Kreis stellten unter Federführung der Dadina einen gemeinsamen Förderantrag und nach dessen Bewilligung werden nun bis Jahresende in Babenhausen und Hergershausen vier weitere Bushaltestellen ausgebaut. Den Beschluss dazu fasste der Magistrat bereits im Dezember 2017. Es folgte die Planung und Beantragung der Zuschüsse bei Hessen Mobil und nach Eingang des Zuwendungsbescheides die Ausschreibung der Maßnahmen.

Das beauftragte Bauunternehmen Wilhelm Schütz aus Weilburg baut zunächst die Haltestelle Elsässer Straße in der Jürgen-Schumann-Straße in Babenhausen um. Hier wird auch eine Wartehalle errichtet, sodass die Fahrgäste in Richtung Bahnhof und Rodgau Dudenhofen nicht mehr im Regen stehen müssen. Im weiteren Verlauf folgen die Haltestellen Jürgen-Schumann-Straße und Bahnhof (Nordseite) in Hergershausen.

Zu den Maßnahmen gehört auch, dass die Haltestellen barrierefrei erreicht werden können. Deshalb werden in der Nähe auch die Straßenquerungen ausgebaut, also die Borde abgesenkt und Oberflächen mit taktilen Leitelementen ausgestattet.

Die Kreis-Verkehrsorganisation Dadina und die Stadtverwaltung bitten alle betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis für vorübergehende Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen, wie sie derzeit bereits an der Haltestelle Elsässer Straße einspurig verlaufenden Schumann-Straße auftreten .

„Das Bauamt plant bereits weitere Bushaltestellen auszubauen“, informiert die Stadtverwaltung. Bei der grundhaften Erneuerung der Ziegelhüttenstraße schließt sich im kommenden Jahr die Haltestelle „Luisenstraße“ an.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden insgesamt demnächst 15 Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. Mit rund 630 000 Euro unterstützt dabei das Land Hessen das Projekt, dessen Gesamtausgaben sich auf 820 000 Euro belaufen.

„Durch den barrierefreien Ausbau wird der Reisekomfort mit dem Bus erhöht, obgleich man mit einem Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator unterwegs ist. Der ebenerdige Einstieg erleichtert allen den Ein- und Ausstieg und minimiert Gefahren“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Pentz.  (tm)

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