Mit den Langstädtern Jens Rodenhäuser und Gerhard Weber

Band „F(r)eier Fall“: Partymusik aus dem Keller

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Die Band „F(r)eier Fall“ beim Proben: Mike Hase (Keyboard), Anke Brennecke (Gesang), Jürgen Lorenz (Gesang), Jens Rodenhäuser (Schlagzeug), Gerhard Weber (Gitarre) und Fabian Roth (Bass).

Langstadt - An Auftritten mangelt es nicht. Mit Party- musik, Rock, Pop und Schlagern – auf deutsch oder englisch gesungen – rocken die Musiker der Band „F(r)eier Fall“, unter ihnen zwei Langstädter, seit vergangenem Sommer Firmenfeste, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder auch Fastnachtsveranstaltungen. Von Petra Grimm

Der bekannte Beatles Song „Let it be“ erfüllt den Probenraum im alten Brauereikeller in Groß-Umstadt. Hier haben die sechs Musiker der Band „F(r)eier Fall – Die Partyband vom Untermain“ erst seit März ihre Instrumente und die technische Ausrüstung aufgebaut, um einmal in der Woche abends zu üben. Wenn ein Auftritt ansteht, wird eine Extraprobe eingeschoben. Und das wird immer öfter nötig, denn die erst vor einem Dreivierteljahr gegründete Band erfreut sich zunehmender Beliebtheit. „Wir hatten schon zehn gemeinsame Auftritte“, berichten die Freizeitmusiker, die alle seit ihrer Kindheit oder Jugend Instrumente spielen oder singen. Drei von ihnen haben in jungen Jahren in Blaskapellen angefangen, einer in einer Schulband. Vieles haben sie sich autodidaktisch beigebracht. Und auch beim Covern eines neuen Songs komme es vor allem darauf an, herumzuprobieren, es immer wieder gemeinsam zu üben. Dabei gehen sie mit viel Humor, aber auch Selbstkritik zur Sache, wie bei der Probe zu erleben ist.

Dass sie jetzt im alten Brauereikeller einen Ort haben, wo sie ungestört und ohne selbst jemanden zu stören Musik machen können, sei ein Glücksfall. „Es ist gar nicht so leicht, einen guten Probenraum zu finden“, sagen die Musiker, die sich den Raum mit einer anderen Band teilen. Schließlich probt keiner sieben Tage in der Woche und so reduzieren sich die Kosten für die Miete. Denn reich werden sie mit ihren Auftritten nicht. Aber darum gehe es auch nicht. Die Band ist ihr Hobby, ein kreativer, geselliger Ausgleich neben ihren bürgerlichen Berufen. „Wir passen menschlich gut zusammen. Das ist ganz wichtig, sonst würde das gemeinsame Musizieren nicht funktionieren“, sagen sie.

Der Startschuss für die Truppe fiel beim Jubiläumsfest zum 750-jährigen Bestehen Langstadts im vergangenen Sommer. Hier spielten sie zum ersten Mal vor Publikum, damals allerdings noch zu dritt, wie Jens Rodenhäuser erzählt. Er ist nicht nur Schlagzeuger, sondern auch der Wehrführer der Langstädter Feuerwehr. Gemeinsam mit der Sängerin Anke Brennecke und dem Keyboarder Mike Hase, beide aus dem Aschaffenburger Raum, hat er die Band aus der Taufe gehoben.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Nach und nach kamen drei weitere Musiker dazu. Darunter der aus Langstadt stammende Gitarrist Gerhard Weber, der kein Unbekannter ist. Denn er spielt auch bei der beliebten Band „Atze & Friends“, die seit Jahren unter anderem die Lengschder Fastnachtsbühne beben lässt. Außerdem haben sie im vergangenen September Jürgen Lorenz als Sänger „gecastet“, wie Anke Brennecke schmunzelnd erzählt. So können auch Lieder im Duett oder mit einer Männerstimme in ihr breites Repertoire aufgenommen werden. Das mit 29 Jahren jüngste Mitglied Fabian Roth aus Großostheim ist erst seit vier Wochen dabei. Er bringt neben dem E-Bass und der Steirischen Harmonika auch ein elektronisches Blasinstrument ein, den Blaswandler. Diesem ungewöhnlichen Instrument können Töne entlockt werden, die wahlweise wie ein Saxofon, eine Flöte oder sogar wie ein Dudelsack klingen.

Der Namenszusatz „Die Partyband vom Untermain“ weist nicht nur auf die Herkunft der Mehrheit der Bandmitglieder hin, sondern auch auf das Programm. Denn sie verstehen sich als Partymusiker, die dem Wunsch der Veranstalter entsprechend ein mehrstündiges Programm zusammenstellen, das für Stimmung und gute Laune sorgt. Ihre stattliche Setlist enthält fast 300 Titel aus den Bereichen Tanzmusik, Schlager, Stimmungsmusik, Deutsch Pop, englische Pop- und Rockmusik, bayerische Lieder und auch Faschingshits. „Und wir arbeiten immer noch an weiteren Songs, um unser Angebot zu erweitern“, so die Musiker.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, finden sich unter www.feierfall.de.

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