Rose trägt Namen des Bachgaus

+
Der Bachgau hat seine eigene Rose: Bundestagsabgeordnete Patrica Lips übernahm die Taufe, Ideengeber und Kreisgärtnermeister Reinhard Trippel (rechts) ist der Stolz anzusehen.

Schaafheim - Weiß, Gelb, Rot, Pink oder Orange – ihre Farbvielfalt ist schier unermesslich. Sie gilt als die Königin der Pflanzen und ist unumstritten die beliebteste Gartenpflanze: die Rose. Von Michael Just

Jetzt hat die Region des Bachgaus ihre eigene Rose: In der Gärtnerei Trippel tauften Kreisgärtnermeister Reinhard Trippel, Bundestagsmitglied Patricia Lips, der Präsident des hessischen Gärtnereiverbandes Jürgen Mertz, Bürgermeister Reinhold Hehmann und die Steinfurther Rosenkönigin Janina Michel die „Bachgau-Rose“.

Parallel zur Rosentaufe wartete auf die Besucher noch ein Rosenfest, bei der sich alles um die edle Gartenschönheit drehte. 200 verschiedene Duftrosen präsentierten sich dabei als Sinnesreiz für Augen und Nase.

Letztes Jahr im Herbst hatte Reinhard Trippel die Idee, dass die Region rund um Schaafheim ihre eigene, einzigartige Rose erhält. Zusammen mit Thomas Södler, einem Rosen-Züchter aus dem Rosendorf Steinfurth in der Wetterau (bei Bad Nauheim), wählte er eine Rose aus, die künftig deutschlandweit unter dem Namen Bachgau-Rose verkauft wird. „Eine schöne Region wie die unsere verdient auch eine schöne Blume“, lobte Bürgermeister Hehmann die Idee. Die Rose ist lila und stellt damit durch Zufall auch die Modefarbe des Jahres 2009 da. Als Kleinstrauch-Gewächs ist für den Garten konzipiert und wird rund 90 Zentimeter hoch. Kennzeichnend ist ihr besonderer Duft, der zahlreiche Bienen und Hummeln anzieht.

Als besondere Charakteristik hat die Pflanze noch echte freiliegende Staubgefäße, was heute bei vielen Rosenzüchtungen nicht mehr der Fall ist. „Viele Blütenblätter sind oft nichts anderes mehr als umgewandelte Staubgefäße. Dies führt dazu, dass es zu keinem Befruchtungsvorgang mehr kommt“, weiß Södler. Zum Teil gebe es mittlerweile Rosen, die sich gar nicht mehr öffnen. Anders die Bachgau-Rose: „Diese Züchtung geht auf die Natürlichkeit der Wildrosen zurück. Wir wollten eine naturnahe, widerstandsfähige Rose, die ohne Pflanzenschutzmittel auskommt“, erläutert der Experte.

Zum Rosenfest am Sonntag war der neue Stolz der Region nur in sehr geringer Stückzahl vorhanden, da durch die Neuzüchtung bisher nur wenige Exemplare vorliegen. Im Herbst sollen dann ausreichend Pflanzen zur Verfügung stehen.

Der Präsident des hessischen Gärtnereiverbandes, Jürgen Mertz, warnte zum Schluss aber vor zu viel Euphorie: „Mit den Rosen ist es wie mit den Frauen: Erst wenn man sie hat, bemerkt man, dass sie Stacheln haben.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare