Afterwork, Beachfestival und Familientag

See soll zum zehnten Mal beben

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„It‘s Party-Time“ – im letzten Jahr machte das Seebeben das Sickenhöfer Gewässer zum Party-Spot der Region. Das dürfte sich dieses Jahr wiederholen.

Babenhausen - Event – so heißt heutzutage das Zauberwort für erfolgreiche Veranstaltungen. Mit dem „Seebeben“ haben es die Handballer der SG Rot Weiss in den letzten neun Jahren geschafft, ihrem Festival Ereignis-Charakter zu geben. Von Michael Just 

Den Sickenhöfer See würden sich die Handballer der SG am liebsten einrahmen lassen. Er liefert seit zehn Jahren die Grundlage für das von Anbeginn sehr erfolgreiche Seebeben.

2018 soll der Sickenhöfer See zum zehnjährigen Bestehen erst recht vibrieren. In diesem Jahr muss sich das Party-Volk den 2., 3. und 4. August im Kalender anstreichen. „Das bisherige Grundkonzept bleibt gleich: Das heißt, am Donnerstag eine After-Work-Party, am Freitag Elektro-Beats und Hip-Hop-Musik sowie am Samstag zwei bekannte Cover-Bands samt Aftershow“, erläutert Wolfgang Kettler vom Orga-Team. Die Afterwork versüßen als fulminanter Auftakt gleich drei Live-Acts. Zuerst spielen die Lokalmatadoren von „Backroots II“, darauf folgt „Trouble in Mind“. Als Höhepunkt ist die Band „Lieblingsband“ angesagt. Mit ihrem Mix aus Party-Musik und Live-Entertainment eilt der Ruf voraus, viele Besucher zum „Lieblingsfan“ zu machen. Vom Wirkungsgrad konnte man sich schon 2017 überzeugen.

Der Freitag wendet sich dann speziell an das junge Publikum: Auf gleich zwei Bühnen heizen DJs mit unterschiedlichen Musikrichtungen ein. Auf der Hauptbühne füttert Jan Leyk die „Party-People“ mit Elektro-Beats, im großen Zelt gibt’s Black-Music von Ray-D auf die Ohren. Mit dem Hamburger DJ Jan Leyk peilen die Handballer den großen Wurf zum Jubiläum an: „Der Sound ist wie seine Shows: pure Energie. Die Nummer eins gebucht zu haben garantiert einen Abend, der in Erinnerung bleibt“, verspricht Kettler.

Mit Cover-Musik geht die Party am Samstag dann etwas weniger ekstatisch, aber genauso stimmungsvoll weiter. Die Hauptband heißt „So Green“, das Warm-up übernehmen „Die Quietschboys“. Seit neun Jahren gehören „So Green“ zum Schlossgrabenfest in Darmstadt. Diverse Größen der Entertainment-Branche, darunter Mario Barth und Bülent Ceylan, sicherten sich bereits den rockigen Sound der Jungs für ihre Stadiontourneen. Sowohl Jan Leyk als auch „So Green“ waren bisher noch nicht am See und feiern 2018 ihre heiß erwartete Premiere.

Zu den Neuerungen abseits der Bühne gehören Shuttle-Busse, die stündlich die Richtungen Schaafheim / Groß-Ostheim (über Babenhäuser Bahnhof) sowie Hergershausen / Eppertshausen / Münster/Dieburg bedienen. „Die Idee eines Shuttle schwebt uns schon länger vor. Damit wollen wir vor allem der Sicherheit für die jungen Festival-Besucher nachkommen“, erläutert Kettler. Die Busse fahren allerdings nur am Freitag, da dies der stärkste Tag mit mehreren Tausend Besuchern ist. Die Fahrt ist nicht im Ticketpreis inbegriffen, zeigt sich aber mit vier Euro als erschwinglich. Bezahlt wird am Festivalgelände. Da im Bus nicht kassiert wird, ist die Hinfahrt sogar frei.

Für die „Feiertage“ Anfang August hoffen die Organisatoren auf viele Sonnenstunden. Obwohl es keine Gut-Wetter-Garantie gibt, ist Gelassenheit Trumpf. Dafür sorgt das gigantische Zirkuszelt, das im letzten Jahr erstmals errichtet wurde. Zum einen dient es als Ausweichquartier für das Programm bei Regen, zum anderen fungiert es freitags als Hip-Hop-Tempel. Von Anfang war das Ziel der SG Rot Weiss, über die drei Tage allen Generationen etwas zu bieten.

Bilder: Seebeben in Babenhausen

Am Samstag kommen so selbst Kinder und Freunde der Blasmusik auf ihre Kosten. Beim „Seeleben“, das ab 11 Uhr beginnt, besteht für Familien mit Kindern und für sämtliche Schwimmfreunde die Möglichkeit, kostenfrei zu baden. Da der See als Angel-Gewässer und aufgrund der Kiesgewinnung sonst gesperrt ist, tut sich hier unter Aufsicht der DLRG eine seltene Möglichkeit auf. Parallel lassen sich in einem Biergarten Blasmusik und bayrische Schmankerl genießen. Der Versuch im letzten Jahr, Weißwürste, Maßbier und kleine Musik-Kapelle mit Beach-Atmosphäre zu kombinieren, kam so gut an, dass die Neuauflage außer Frage stand. Das Beachvolleyballturnier liefert am Samstagnachmittag einen zusätzlichen „Summer-Kick“. Das Seeleben endet um 18 Uhr, um 19 Uhr beginnt der Einlass fürs Abendprogramm.

Am Freitag öffnen sich die Tore ebenfalls um 19 Uhr, am Donnerstag bereits um 17 Uhr. Karten gibt‘s im Internet, in der Buchhandlung „Auslese“, Fahrstraße, oder an der Abendkasse. Am Freitag und Samstag kosten die Tickets zwölf Euro, bei der After-Work-Party fünf Euro. Die Abendkasse ist jeweils um drei Euro teurer. Auch ein Kombi-Ticket für alle drei Tage ist möglich.

Infos unter www.seebeben.info

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