Moderne Flutlichtanlage und Kiosk

SV Sickenhofen: Aus der Not eine Tugend machen

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Auf dem Trainingsplatz des SV Sickenhofen fanden zuletzt auch Ligaspiele statt. Im Vordergrund zu sehen ist die Stelle, wo der umgeknickte und mittlerweile entfernte Ballfang stand. Im Hintergrund links zu sehen ist der Unterstand vor dem Vereinsheim, wo ein Kiosk entstehen könnte.

Sickenhofen - Nach den Sturmschäden durch Fabienne plant der SV Sickenhofen nicht nur eine komplett neue Flutlicht-Anlage, sondern auch ein Kiosk am Vereinsheim.

Sturm Fabienne hinterließ vor wenigen Wochen auch in einigen Babenhäuser Stadtteilen eine Spur der Verwüstung. Auf dem Sportgelände des SV Sickenhofen knickten heftige Böen nur wenige Minuten nach dem Abpfiff eines Fußball-Spiels einen Flutlicht-Mast und einen Ballfang um. Der SVS will nun nicht nur die Schäden beheben, sondern aus der entstandenen Not auch eine Tugend machen.

Zunächst einmal: Dass den SVS-Trainingsplatz, auf dem bis zur Winterpause auch die Ligaspiele der beiden Männerteams der Sickenhöfer (Kreisligen B und D) stattfanden, nur noch fünf statt sechs Flutlicht-Masten säumen, hat den sportlichen Alltag nicht allzu negativ beeinträchtigt. Zwar ist auch einer der fünf verbliebenen Masten aktuell defekt, „doch werden wir den kurzfristig reparieren“, sagt SVS-Vorsitzender Christian Hockemeyer. Um mit Blick auf die Trainingseinheiten der Fußballer am Abend zu ergänzen: „Dann ist es auch mit den nur fünf Masten hell genug.“ Der Ballfang auf der Westseite ist nach seinem Umknicken zwar verschwunden, stellte aber nur eine kleine Beeinträchtigung beim Spielkomfort dar. Überhaupt hat im Amateur-Fußball in den meisten Ligen bereits die Winterpause begonnen und die Kicker starten frühestens Ende Januar wieder mit den ersten Einheiten.

Wichtiger ist erst einmal die bessere Beleuchtung des Trainingsplatzes. „Wir sind zwar dabei zu ermitteln, was uns der eine fehlende Mast kosten würde“, sagt Hockemeyer hinsichtlich des nicht versicherten Schadens. „Auch können wir die anderen, leicht schiefen Masten wieder richten. Wir denken das Ganze aber globaler.“ Soll heißen: Weil „Elektrik und Schaltkästen der gesamten Anlage alt und marode“ seien, denke man über eine ganz neue Flutlicht-Anlage – dann auch mit modernen LEDs – nach. Er habe das schon mal grob kalkuliert, sagt Hockemeyer: „Pro Mast mit Doppellicht würde uns das wohl 3500 bis 4000 Euro, insgesamt also 14.000 bis 16.000 Euro, kosten.“ Man werde hier aber „keinen Schnellschuss“ machen, da der zeitliche Druck aufgrund der noch passablen Beleuchtung nur bedingt gegeben sei.

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Der SVS hat nach dem Sturm aber nicht nur ein Team zusammengestellt, das sich mit dem Flutlicht auf der Anlage befasst. In der Gruppe geht es auch um die Wiederaufstellung eines Ballfangs auf der Westseite (Hockemeyer: „Der alte Ballfang ist komplett Schrott“) sowie um eine sturmunabhängige Idee: Die Sickenhöfer erwägen einen Durchbruch einer Wand an ihrem Vereinsheim. Auf der Südseite würde der Durchbruch hin zum jetzigen Unterstand vorgenommen werden, wo dann ein Kiosk entstehen könnte. Dort könnte dann bei Heimspielen der Verkauf von Speisen und Getränken einen heimeligen Unterschlupf finden. (jd)

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