Autofahrerin übersieht 74-Jährigen

Radler stirbt nach Unfall

Babenhausen - Tödlicher Unfall in Babenhausen: Im Ortsteil Harreshausen kommt ein Fahrradfahrer nach einem Zusammenprall mit einem Auto ums Leben.

Nach einem Unfall mit einem Auto ist heute Vormittag ein Fahrradfahrer gestorben. Nach Angaben der Polizei war eine 33-jährige Frau aus Groß-Umstadt mit ihrem Auto auf dem asphaltierten Forst- und Waldweg in Richtung "Schöne Eiche" unterwegs, kurz nach dem Abzweig zur Kläranlage übersah sie den von rechts kommenden Radler und erfasste ihn. Der Mann erlag seinen schweren Verletzungen. Zur Klärung der genauen Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt einen Gutachter beauftrag. (nb)

Crash-Test mit Radfahrer: Das passiert beim Aufprall

2012 gab es in Deutschland 74.961 Unfälle mit Radfahrern und Personenschaden. Dabei wurden 417 Menschen getötet, 14.496 schwer verletzt und 64.835 leicht verletzt. Innerorts ist jeder vierte Getötete im Straßenverkehr ein Radfahrer. 54 Prozent der getöteten Radfahrer waren über 65 Jahre alt.

Es ist nur ein Blick, doch falls Autofahrer diesen Schulterblick vergessen, sind die Folgen oft dramatisch. Radfahrer haben selbst bei Tempo 20 keine Chance, wenn ein Autofahrer sie beim Abbiegen übersieht. Was beim Aufprall passiert, zeigt jetzt die Unfallforschung der Versicherer (UDV) bei einem Crashtest.

Rechtsabbiegende Autos sind für geradeausfahrende Radfahrer besonders gefährlich, so das Ergebnis der UDV-Studie. Eine Unfallart, die fast ausschließlich vom Autofahrer verursacht wird und in 80 Prozent der Fälle mit Verletzten endet.

In 90 Prozent hatten die Autofahrer Schuld am Crash.

Häufigste Fehler der Autofahrer: Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt und Einfahren in den fließenden Verkehr.

Häufigste Fehler der Radfahrer: falsche Fahrbahn oder falsche Straßenseite, Alkohol und Einfahren in den fließenden Verkehr.

Schulterblick und bei schlechter Sicht mehrmals zu schauen - das allein könnten, laut der Studie, Fahrradunfälle verhindern.  

Auch Radfahrer sollten zur eigenen Sicherheit auch auf Vorfahrtsrecht verzichten.

Wenn's kracht, verletzten sich Radfahrer an Beinen und Armen. Teilweise gibt es ganz schwere Brustkorbverletzungen, dabei wird dann die Lunge eingedrückt. Und das ist lebensbedrohlich. In jedem vierten Fall kommt es auch zu einer schweren Kopfverletzung, insbesondere dann, wenn der Radfahrer keinen Helm getragen hat.

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