Neue Homepage macht Lust auf Heimatgeschichte

Virtueller Gang durchs Territorialmuseum in Babenhausen

Ungewohnter Blickwinkel: Eine 360-Grad-Kamera hat diese Aufnahme im Territorialmuseum angefertigt.
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Ungewohnter Blickwinkel: Eine 360-Grad-Kamera hat diese Aufnahme im Territorialmuseum angefertigt.

Moderne Technik hatte schon zur Eröffnung im Jahr 2014 in das Territorialmuseum in der Altstadt Einzug gehalten. An Hörstationen wurde Geschichte auch akustisch erlebbar. Mit einer 360-Grad-Kamera war nun ein besonderes Hightech-Gerät in der Amtsgasse 32 im Einsatz. Die dabei entstandenen Aufnahmen sind die Prunkstücke auf der neuen Homepage des Museums.

Babenhausen - Als „eine ideale Vorabinformation für einen Museumsbesuch“ bezeichnet Georg Wittenberger, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, den nun möglichen virtuellen Rundgang durch das alte Amtshaus der Gaylinge von Altheim von 1555: „Damit kann sich der Besucher einen Eindruck verschaffen, was ihn in dem ‘digitalen Erzählmuseum’ mit knapp 40 verschiedenen Medienstationen erwartet.“

Fast ist es zu bedauern, dass dieses Angebot nicht schon zur Verfügung stand, als das Museum corona-bedingt über Monate geschlossen war und erst zum Pfingstwochenende erstmals wieder seine Pforten für Besucher öffnete. Für die Zukunft wird der virtuelle Rundgang aber hoffentlich Interessierte aus Nah und Fern ins Museums locken, die das digital Gesehene auch in echt betrachten und erforschen wollen.

Sabine Frank justiert die kleine 360-Grad-Kamera auf einem Stativ.

Möglich gemacht haben das die beiden Babenhäuser Sabine Frank und Alexander Knick. Die begeisterte Fotografin und der Webdesigner hatten die Idee von dem interaktiven Konzept des Museums. Für jeden der Räume in den drei Geschossen wurde ein 360-Grad-Bild erstellt. Eingebaut ist auch eine Hörprobe von Graf Johann Reinhard III., dem letzten Hanau-Lichterberger, der 1736 starb.

Öffnungszeiten

Das Territorialmuseum, Amtsgasse 32, ist derzeit samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Bei einer stabilen Corona-Inzidenz unter 50 wird es auch wieder donnerstags öffnen.

Das „Abenteuer Geschichte“, so Wittenberger, kann in dem Territorialmuseum erlebt werden. Da gibt es unter anderem die „verkauften“ Soldaten nach Nordamerika, die im Babenhäuser Schlosshof „ausgebildet“ wurden. Und natürlich gibt es den Räuber Hölzerlips als lebensgroße Figur, der sein Unwesen in der hiesigen Gegend trieb und schließlich in Heidelberg geköpft wurde. Klamotten aus der damaligen Zeit zum Überziehen reizen danach zu einem Selfie mit dem Räuber. Und im Souterrain des Museums kann eine elektronische Suppe gekocht werden. (zwg/nkö)

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