Pandemie

Weihnachtsmarkt in Babenhausen findet nicht statt – Stadt erteilt die Corona-Absage

Adventsstimmung in der Bummelgasse muss auch dieses Jahr ohne den Weihnachtsmarkt aufkommen. Vor dem „Roten Hahn“ warten illuminierte Rentiere auf Kundschaft.
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Adventsstimmung in der Bummelgasse in Babenhausen muss auch dieses Jahr ohne den Weihnachtsmarkt aufkommen. Vor dem „Roten Hahn“ warten illuminierte Rentiere auf Kundschaft.

Wegen der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie hat sich die Stadt Babenhausen dazu entschieden, den Weihnachtsmarkt abzusagen.

Babenhausen – Rein rechtlich und von den Vorgaben her hätte am kommenden ersten Adventswochenende der Weihnachtsmarkt in Babenhausen stattfinden können. Aber: „Wir haben auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und die dringende Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, Großveranstaltungen abzusagen, haben wir ernst genommen“, sagte Bürgermeister Dominik Stadler.

Bedeutet: Auch in diesem Jahr wird der DRK-Ortsverband wegen Corona in den Altstadtgassen keinen Weihnachtsmarkt veranstalten dürfen. Die Stadtverwaltung habe sich die Entscheidung nicht einfach gemacht und die Situation im wöchentlich tagendenden Corona-Stab immer wieder neu bewertet, berichtet Stadler. Auch mit Organisator Helmut Fendt, dem DRK-Stadtverbandsvorsitzenden, sei man ständig im Austausch über mögliche Alternativen gewesen. „Letztendlich ist es auch eine Frage der Kontrollmöglichkeiten der Auflagen gewesen“, so Stadler.

Nach Absage des Weihnachtsmarkts in Babenhausen: „Vor den Trümmern unserer Traditionsveranstaltung“

„Mit Tränen in den Augen stehen wir, der DRK-Ortsverein, vor den Trümmern unserer Traditionsveranstaltung“, kommentiert Fendt selbst den offiziellen Widerruf der Marktfestsetzung und die damit verbundene Absage des Weihnachtsmarktes. Auch wenn sie abzusehen gewesen ist, sei es einfach „saublöd“, so Fendt. Alles sei vorbereitet gewesen. „Durch die Verschärfung der Auflagen sind wir außerstande, die Veranstaltung finanziell sowie personell zu stemmen. Auch haben einige Teilnehmer unseres Programms schon abgesagt, da die Auftritte unter den momentanen Vorgaben nicht möglich sind“, berichtet Fendt. Er hätte sich vorstellen können, einen eingezäunten Bereich zum Beispiel auf dem Stadthallen-Parkplatz zu schaffen, erzählt der DRK-Vorsitzende. Dann hätte aber auch Sicherheitspersonal bezahlt werden müssen. Dafür fehlen aber dem DRK und der Stadt schlicht das Geld.

Zur Absage beigetragen habe auch, so Fendt, dass alle Märkte im Umkreis bereits abgesagt wurden. Diese Signalwirkung, so Fendt, befürchte er nun auch bei den Fastnachtsumzügen und verweist auf die Absage des Rosenmontagsumzuges in Seligenstadt. Zudem sei zu befürchten gewesen, dass beim Stattfinden des Babenhäuser Weihnachtsmarktes sehr viele Besucher aus den benachbarten Gemeinden und Städten gekommen wären, wodurch es zu einer „katastrophalen Überfüllung“ hätte kommen können. „Diese hätte dazu geführt, dass das Einhalten der Vorschriften nicht mehr möglich gewesen wäre“, meint Fendt.

Vor allem für das Babenhäuser Rote Kreuz sei die Absage ärgerlich, da die vielen neuen aktiven Mitglieder sich vorstellen und zeigen wollten, dass der Stadtverband wieder aktiv ist. „Einige haben bereits ihre Ausbildung zum Sanitäter abgeschlossen und andere befinden sich in der Ausbildung, damit wir bei Sanitätseinsätzen fachgerecht helfen können“, berichtet Fendt. Auch sei neue Einsatzkleidung angeschafft worden. Fendt hofft nun, dass sich das neue Team auf dem Ostermarkt präsentieren kann. (Norman Körtge)

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