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Millionen Investitionen: Neue Schulbauten in Babenhausen, Münster und Eppertshausen

Die Eppertshäuser Mehrzweckhalle soll abgerissen und durch eine kleinere Schulsporthalle plus Mensa und Ganztagsräumen ersetzt werden.
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Die Eppertshäuser Mehrzweckhalle soll abgerissen und durch eine kleinere Schulsporthalle plus Mensa und Ganztagsräumen ersetzt werden.

Welch immense Schul-Investitionen in Babenhausen, Münster und Eppertshausen bis 2026 geplant sind, hat der Kreis Darmstadt-Dieburg jetzt offengelegt.

Babenhausen/Münster/Eppertshausen – In einer eigens einberufenen Pressekonferenz haben die Kreis-Koalitionäre mit Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) und Schuldezernent Lutz Köhler (CDU) an der Spitze zusammen mit Holger Gehbauer (Leiter des für den Schulbau zuständigen Eigenbetriebs Da-Di-Werk) im Sitzungssaal des Landratsamts in Kranichstein über die Pläne für den gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg informiert.

In den nächsten fünf Jahren, von 2022 bis 2026, sieht der Kreis in der Investitionsplanung insgesamt 366 Millionen Euro für Schulbau-Maßnahmen vor. 2022 sollen zunächst 50 Millionen verbaut werden, weil sich der Kreishaushalt wegen Corona noch in einer Konsolidierungsphase befindet. In den vier Jahren danach wächst der Betrag auf 74 bis 82 Millionen pro Jahr. Auch für die Zeit ab 2027 sind schon viele Vorhaben projektiert, kalkuliert und in die weitere Planung eingearbeitet.

15 Millionen Euro: Bau der Kasernen-Grundschule in Babenhausen

In Babenhausen stand in der Vergangenheit der Bau der Mensa an der Joachim-Schumann-Schule im Vordergrund. 15 Millionen Euro hat der Kreis hier bereits investiert. Nun stehen noch einige hunderttausend Euro für die Herrichtung der Außenanlage und für ein Sportgelände im nahen Feld bereit. Der Sportplatz mit Leichtathletik-Anlagen dürfte aber noch, wie berichtet, einige Zeit auf sich warten lassen: Ein Teil des Budgets dafür ist erst ab 2027 vorgesehen. Wie bei fast allen Projekten machten Landrat, Schuldezernent und Da-Di-Werk-Leiter keine detaillierten Zeitangaben – auch weil das ob der Kurzvorstellung von mehreren Dutzend Vorhaben in fast allen Kreiskommunen den Rahmen der Veranstaltung gesprengt hätte.

Gehbauer skizzierte aber, dass in Babenhausen der Bau einer neuen, dreizügigen Grundschule für rund 300 Kinder auf dem Kasernengelände „bis 2026 abgewickelt“ sein soll. Hierfür veranschlagt der Landkreis Gesamtausgaben von 28 Millionen Euro. Was aus der bestehenden Sporthalle auf der Konversionsfläche werde, sei „noch offen“. Erst in der nächsten Wahlperiode, ab 2027, steht ein Neubau für die Bachgauschule am Standort der Joachim-Schumann-Schule mit drei Millionen Euro in der Planung. Gleiches gilt für ein Gebäude mit Mensa und Mediathek an der Langstädter Markwaldschule, das ebenfalls frühestens 2027 oder 2028, Thema werden soll.

John-F.-Kennedy-Schule in Münster kostet 50 Millionen Euro

In Münster wird der laufende Neubau der Schule auf der Aue bis zu seiner Fertigstellung in einigen Jahren mehr als 50 Millionen Euro verschlungen haben. Das ist deutlich mehr als einst geplant. Schon jetzt sind dort 37 Millionen Euro verbaut worden.

Das nächste Großprojekt in der Gersprenz-Gemeinde steht in dieser Legislaturperiode an: Die John-F.-Kennedy-Schule soll für zehn Millionen Euro 24 zusätzliche Räum erhalten. Realisiert werden soll das neue Gebäude mit Holzbaumodulen im Westen des Geländes, Richtung Hallenbad. Neben mehr Klassenräumen soll sich dadurch vor allem das Platzangebot fürs Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung deutlich vergrößern. Auch die Schulverwaltung bekommt so wesentlich mehr Platz.

Im Schuljahr 2020/21 gingen 496 Kinder in 23 Klassen sowie in die Kennedy-Schule. Fürs Schuljahr 2026/27 werden 620 Kinder in 26 Klassen erwartet. Dann wäre die Kennedy-Schule sechseinhalbzügig und nach Aussage von Gehbauer „künftig die zweitgrößte Grundschule in Hessen“.

Darmstadt-Dieburg: Neubau der Mehrzweckhalle in Eppertshausen

Hier soll sich im Laufe dieser Legislaturperiode Entscheidendes rund um die Mehrzweckhalle an der Stephan-Gruber- und der Mira-Lobe-Schule tun. Es handelt sich dabei um eine der ältesten Sporthallen im Kreis. Früher gehörte sie der Gemeinde, die sie bis zum Bau der neuen Bürgerhalle wenige Meter weiter nicht nur für den Sport, sondern auch Kulturveranstaltungen, Feste und Ausstellungen nutzte.

Seit rund einem Jahrzehnt gehört die vor allem dem Schulsport dienende Mehrzweckhalle dem Landkreis, der sie in den nächsten Jahren abreißen und durch einen Neubau an selber Stelle für vier Millionen Euro ersetzen will. Die neue Halle soll kleiner werden als die derzeitige, der restliche Platz den beiden Schulen für eine Mensa und Ganztagsräume dienen. Vereine können in Eppertshausen vor allem in der Halle im Sportzentrum Sport treiben und teils auch in der Bürgerhalle – dort mit Ausnahme von Tischtennis aber keinen Ballsport. (Jens Dörr)

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